Es brennt! – Die Klimakatastrophe ist bereits hier
In diesem Sommer haben wir auch hier in Dortmund einen Vorgeschmack davon bekommen, was der Klimawandel für uns bereithält. An allen Messstationen in NRW wurden neue Höchsttemperaturen gemessen. Der heißeste Tag mit fast 40°C im Schatten wurde bei uns Ende Juni erreicht. Ein einziger solcher Tag ist anstrengend. Mehrere solcher Tage sind lebensbedrohlich.
In NRW stellte der Deutsche Wetterdienst dieses Jahr sogar 21 Tage mit einer Temperatur von über 30°C im Schatten fest – drei ganze Wochen, in denen viele Menschen oft keine Möglichkeit haben, sich zu schützen oder auch nur einen Moment Erholung von der Hitze zu finden.
Ob mangelnde kühle Orte im öffentlichen Raum oder nicht klimatisierte Dachgeschosswohnungen, die zur Todesfalle werden: Insbesondere einkommensschwache Haushalte und vulnerable Gruppen leiden unter der Hitze. Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts sind in NRW etwa 3.100 Menschen an der Hitze gestorben. Für Dortmund selbst gibt es keine offiziellen Zahlen, auf die Bevölkerung gerechnet würde dies jedoch etwa 100 Hitzetote in unserer Stadt bedeutet bedeuten.[1]
Die Klimakatastrophe ist kein Schreckgespenst oder ferne Zukunft. Sie ist hier, sie ist menschengemacht und sie kostet bereits jetzt Menschenleben!
Wir können allerdings verhindern, dass es noch schlimmer wird und wir können die Menschen heute und in Zukunft besser schützen. Energiewende, Wärmewende, Ernährungswende – wenn es um große, gesamtgesellschaftliche Transformationen geht, fühlen wir uns oft hilflos und alleine und unterschätzen gleichzeitig die Bereitschaft der Menschen um uns herum. Laut einer Umfrage des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt, sind mehr als zwei Drittel der Deutschen der Meinung, die Regierung müsste noch viel mehr für den Klimaschutz tun. Fast jede:r Zweite wäre sogar bereit, einen Teil ihres Gehalts für konkrete Maßnahmen zu spenden.[2]
Von konsequentem Klima-, Hitze- und Hochwasserschutz profitieren alle. Wir dürfen uns von einer sehr kleinen, aber lauten Minderheit nicht einreden lassen, wir wären allein. Wir sind viele, also lasst uns ihnen gemeinsam zeigen, dass wir nicht damit einverstanden sind, wenn unsere Lebensgrundlage zerstört wird. Wenn Menschen für die Profitgier der fossilen Industrie ihre Heimat, ihre Existenz, ihr Leben verlieren.
Der Planet brennt – wir stehen zusammen!
Werdet am Samstag, 03.10.26 Teil der bundesweiten Menschenkette für mehr Klimaschutz. In Dortmund treffen wir uns ab 11 Uhr auf dem Hansaplatz.
[1]: https://www1.wdr.de/nrw/wetter/aktuell/sommer-2026-bilanz-nrw-100.html