Den Kampf im öffentlichen Raum gewinnen - Faschismus hat keinen Platz

Durch das verspätete und zurückhaltende Einschreiten des Oberbürgermeisters Kalouti gelang es der AfD, ihren Neujahrsempfang im Rathaus abzuhalten und sogar dem Faschisten Höcke eine Bühne mitten in Dortmund zu geben.

Vor dem Rathaus versammelten sich mehr als 3.300 Menschen, um sich dem Neujahrsempfang entgegen zu stellen und die Veranstaltung nicht stillschweigend zu gewähren.

"Hier zeigt sich einmal mehr, dass Antifaschischismus in der Dortmunder Stadtgesellschaft einen höheren Stellenwert einnimmt als bei so manchen Parteien im Stadtrat, die erst kürzlich Sticker auf Laptops verboten haben, die sich gegen Nazis, Rassismus und ähnlichem bezogen haben", sagt Kreissprecher Kevin Götz von der Linken Dortmund.

"Einsparungen im sozialen Bereich oder die Vertreibung von Obdachlosen in der Innenstadt sind Maßnahmen, die eine Gesellschaft spalten, soziale Ungleichheit verstärken und die Menschen entsolidarisieren. Das sind politische Entscheidungen, die nicht nur von der AfD kommen, sondern gegenwärtig von SPD und CDU beschlossen werden und somit den Rechten in die Karten spielen", so Götz weiter.

Während die AfD offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU wirbt, werden auf Treppengängen im Rathaus beim Neujahrsempfang dem konservativen Kalouti aufgrund seines Migrationshintergrundes seine Staatszugehörigkeit abgesprochen und rassistische Äußerungen getätigt. An dieser Stelle stehen wir entschieden an der Seite Kaloutis und allen von Rassismus und Diskriminierung Betroffenen.

"Der Kampf gegen Rechts darf nicht beim moralischen Zeigefinger enden, sondern muss immer mit den Ursachen für entstehenden Rechtsextremismus gesehen werden. Spaltung zwischen Arm und Ärmer, Konkurrenzkämpfe, Perspektivlosigkeit und soziale Ungleichheit sind das Fundament, worauf sich Rechtsextreme beziehen, um ihre widerlichen Ansichten unter die Leute zu bringen", sagt Kreissprecher Kevin Götz von der Linken Dortmund.