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Sehr geehrte Kolleg*innen in den Betrieben!

Jeder achte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in Deutschland ist ein Arbeitsplatz im Handwerk. Ich stamme selbst aus einer Arbeiterfamilie – mein Vater war Maler- und Anstreicher, mein Großvater war Maurer. Alleine schon durch diesen familiären Hintergrund weiß ich, dass handwerkliche Tätigkeiten auch in Zukunft benötigt und nachgefragt werden.

Natürlich macht der Fortschritt vor dem Handwerk nicht halt. Das Handwerk 4.0 hat Voraussetzungen bei denen wir in Dortmund Nachholbedarf haben. Dazu muss trotz der Verluste durch die Pandemie im städtischen Haushalt (Schätzung: -200 Mio. Euro für 2020) auch kommunales Geld eingesetzt werden, um schnelles Internet und stabileren Mobilfunk zu gewährleisten. Um die Krise gut zu überstehen, müssen die öffentlichen Haushalte investieren. Konzerne bedürfen nicht der Hilfe des Staates. Aber die vielen kleineren Betriebe brauchen Unterstützung durch die öffentliche Hand, um sich auf den neusten Stand der Technik modernisieren zu können, aber auch um die Folgen der Corona-Krise auffangen zu können.

Ich möchte schnelle Liquiditätssicherungen durch die Dortmunder Sparkasse als kommunale Hausbank für Betriebe. Aber auch die Stadt muss in Sachen Digitalisierung besser werden und Antragsstellungen per Onlineportal möglich machen. Durch bessere Koordination sollen Baustellen nicht an selber Stelle mehrfach entstehen. Das spart Zeit und Geld für alle.

DIE LINKE in Dortmund steht für eine Sozial-Ökologische Wende in der Stadtpolitik. Wir wollen die Förderung des ÖPNV und des Radverkehrs verstärken ohne das Wirtschaftsleben dadurch einzuschränken. Die Arbeitsplätze im Handwerk sind uns wichtig. Einen Beitrag zur „Guten Arbeit“im Sinne des DGB möchte ich durch mehr Personal in der Bauaufsicht leisten, um Schwarzarbeit zurückzudrängen. Für die Stadtverwaltung hat DIE LINKE durchgesetzt, dass sich die Zahl der Auszubildenden in dieser Wahlperiode verdoppelt hat. Mehr Ausbildung ist auch im Handwerk sinnvoll, um dem Mangel an Fachkräften entgegen zu wirken. Projekte zum erleichterten Übergang von der Schule in den Beruf sind dazu auszuweiten.

Ich bin froh, dass Fahrverbote für Dieselfahrzeuge abgewendet werden konnten, weil die Politik bereit war Maßnahmen gegen die zu hohen Luftstickstoffwerte zu ergreifen. DIE LINKE war dabei als Querdenker im Rat ein Motor der Entwicklung. Auch beim Thema Wasserstoff als Speichermedium in der Energiewende und als Kraftstoff sehen wir uns als treibende Kraft. Der Klimawandel fordert von uns allen Anpassungen. Im Gebäudebestand brauchen wir Gründächer und wir brauchen dezentrale Anlagen zur Energieerzeugung.

Zur Bekämpfung der massiven Dortmunder Wohnungsnot will DIE LINKE nach Wiener Vorbild Gemeindewohnungen bauen, aber auch die Gebäudesanierung vorantreiben. Die großen Stadtumbauprojekte im Hafenviertel oder auf der HSP-Fläche sollen mit Nachdruck weiterverfolgt werden. Wegen der großen Flächenkonflikte in der Stadt möchte ich den Logistiksektor nicht weiter ausbauen. Statt dessen sollen kleinere Gewerbegebiete für arbeitsintensive Betriebe entstehen. Nach meiner Auffassung von Regionalwirtschaft braucht es einen privilegierten Zugang für die örtlichen Handwerksbetriebe zu öffentlichen Aufträgen. Die wirtschaftlichen Probleme durch die Pandemie müssen das Handwerk nicht auf längere Sicht belasten, wenn die nötigen Investitionen weiterhin getätigt werden. Dafür stehe ich ein.