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Ein anderes Dortmund ist möglich. Sozial. Ökologisch. Solidarisch.

Gleichberechtigung funktioniert noch nicht

Trotz der formalen Gleichstellung der Geschlechter sind Frauen* immer noch vielfälti­gen Diskriminierungen ausgesetzt. Immer noch verdienen sie deutlich weniger als Männer und leisten dafür mehr unbezahlte Care-Aufgaben. Frauen wird weniger zu­getraut, sie stoßen immer noch an „gläserne Decken“ und sind daher in Führungs­etagen unterrepräsentiert. Strukturelle Benachteiligungen sind überall Realität. Die Aufgabe der Politik muss es sein, diesen Diskriminierungen entgegenzuwirken und es allen Menschen zu ermöglichen, sich frei zu entfalten.

Politik vor Ort muss Angebote für unterschiedliche Lebensformen entwickeln. Das schließt Lebensweisen von LGBTIQ* (lesbisch, schwul, bi, trans, inter, queer) ein, aber auch heterosexuelle Lebensweisen jenseits der Ehe. Sexuelle oder ge­schlechtliche Identitäten dürfen nicht mehr normativ gewertet und unterschiedlich be­handelt werden. Die Anerkennung des Pluralismus der Lebensformen muss zum ge­sellschaftlichen Leitbild eines demokratischen Gemeinwesens werden.

DIE LINKE tritt ein für den Erhalt und den Ausbau von Frauenhäusern und Zufluchts­orten für Menschen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind. Die Prävention von familiärer Gewalt ist eine wichtige Aufgabe sozialer Einrichtungen.

DIE LINKE fordert Hilfsangebote für Frauen in sozialer Not, verbunden mit dem Kampf für Mindestsicherung und Mindesteinkommen. Außerdem braucht es mehr Hilfsangebote für Prostituierte.

DIE LINKE fordert die besondere Unterstützung von Alleinerziehenden. Durch den Betreuungsaufwand und die steuerliche Benachteiligung gegenüber Ehen sind Al­leinerziehende besonders von Armut betroffen. Kommunalpolitik muss versuchen, dem entgegenzuwirken.

DIE LINKE fordert die besondere Förderung und den Erhalt von Frauen- und Mäd­chenprojekten. Soziale Projekte sollten immer den gesellschaftlichen Unterschieden zwischen den Geschlechtern entgegenwirken.

DIE LINKE will ein Verbot von sexistischer oder stereotypenfördernder Werbung auf städtischen Flächen. Die Bilder, die wir Tag täglich sehen, beeinflussen uns, und der öffentliche Raum, den wir alle nutzen müssen, darf keinen Raum bieten für Diskrimi­nierung.

DIE LINKE fordert die Möglichkeit von Kinderbetreuung bei allen Sitzungen von Stadt- und Bezirksvertretungen sowie den Ausschüssen. Denn auch in der Dortmun­der Kommunalpolitik kann von Gleichberechtigung keine Rede sein. Bisher ist keiner der Bezirksbürgermeister eine Frau, der Frauenanteil in den Bezirksvertretungen liegt bei 32 Prozent, und im Rat sieht es nicht viel besser aus. Die Dortmunder Politik sollte der Unterrepräsentation von Frauen entgegenwirken. Da diese immer noch hauptsächlich die Aufgabe der Kinderbetreuung übernehmen, kann dies gerade ih­nen ermöglichen, sich zu beteiligen. Auch in der kommunalen Verwaltung sollten Frauen systematisch gefördert werden.

DIE LINKE stellt klar: Die Grenzen verlaufen nicht zwischen den Geschlechtern, son­dern zwischen oben und unten. DIE LINKE setzt sich für den gemeinsamen Kampf aller Geschlechter für Gleichstellung, Gerechtigkeit und gegen Sexismus ein. Männer sind aufgefordert, sich solidarisch an die Seite ihrer Kolleg*innen zu stellen.

DIE LINKE setzt sich ein für die Einführung einer Mindest-50-Prozent-Frauen*-Quote für Führungspositionen in der Verwaltung und in den städtischen Unternehmen.

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