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Verstoßen die RWE-Anteile an der DEW21 gegen das Kartellrecht ?

Das Bundeskartellamt möchte die Beteiligungen der großen Energiekonzerne an den kommunalen Versorgern verringern. Man brauche eine Obergrenze für den zulässigen Verflechtungsgrad, forderte der Präsident des Bundeskartellamtes Bernhard Heitzer. Die RWE hält derzeit 47% der an der Dortmunder Energie und Wasserversorgung GmbH (DEW21). Diese Beteiligung wird nach Ansicht von DIE LINKE durch die jüngsten Äußerungen aus dem Bundeskartellamt ernsthaft in Frage gestellt. „Ökologisch sinnvoller wäre es ohnehin, wenn die DEW21 von der RWE unabhängig würde und seine Kapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien vergrößern würde“, so Utz Kowalewski, Kreissprecher von DIE LINKE. Dortmund.  Darüber hinaus würden auch die Strom- und Wasserkosten für die Dortmunder Verbraucher sinken, "wenn aus den Gewinnen der DEW21 nicht noch ein internationaler Großkonzern mit durchgefüttert würde“.

RWE wies unterdessen die Forderung des Bundeskartellamtes zurück. Laut dem Bund der Energieverbraucher sind E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall an etwa der Hälfte aller deutschen Stadtwerke und Regionalversorger mit mindestens 10% beteiligt und sichern sich damit einen unmittelbaren Zugang zu den Kunden, die Kontrolle über das Endverteilernetz und direkten Einfluss auf die Preisbildung auf den regionalen Märkten.