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Lkw sollen von der B1 verschwinden.
Verkehr auf der Bundesstraße 1

Verbesserung der Luftqualität – Freude über Vergleich beim Oberverwaltungsgericht

„Na bitte. Geht doch.“ Zufrieden kommentierte Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, den am Mittwoch veröffentlichten Vergleich, der am Oberverwaltungsgericht zwischen Stadt Dortmund, Land NRW und Deutscher Umwelthilfe ausgehandelt worden ist. Das 17-seitige Maßnahmenpaket, das Dortmund schnellstens umsetzen muss, sei ein Schritt in die richtige Richtung, um die Schadstoffbelastung in Dortmund deutlich zu reduzieren und dem Dortmunder Klimaziel etwas näher zu kommen.

„So findet zum Beispiel das Lkw-Durchfahrtsverbot auf der B1 natürlich unsere Zustimmung, ist es doch eine uralte Forderung unserer Fraktion und eines der mit der Politik abgestimmten Verhandlungsangebote der Verwaltung an die Umwelthilfe“, kommentiert Kowalewski.

Seit jeher, und jetzt aktuell wieder in ihrem Wahlprogramm 2020, macht sich DIE LINKE fürs Klima und für eine Verkehrswende stark. Weniger Autoverkehr, mehr Radverkehr und einen besseren öffentlichen Nahverkehr, lautet eine der vielen linken Forderungen. „Wobei wir uns natürlich nicht komplett gegen Autos aussprechen. Uns ist klar, dass viele Menschen auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen sind. Und nicht jeder kann sich im Rahmen der Diesel-Debatte ein neues Modell leisten. Daher war es im Vorfeld der Verhandlung eines unserer Ziele, dass bei dem jetzt ausgehandelten Kompromiss auf ein generelles Diesel-Fahrverbot verzichtet wurde. Dieses Ziel wurde erreicht“, kommentiert Kowalewski.

Auch die geplante Marketingkampagne für die städtischen P+R-Anlagen, die einen Umstieg auf Bus, Bahn und Rad erleichtern soll, gefällt den LINKEN & PIRATEN. „Diese Forderung steht schließlich bei uns im Wahlprogramm“, schmunzelt Kowalewski.

Die Bemühungen um ein 365-Euro-Ticket (1 Euro pro Tag) für Bus und Bahn unterstützen LINKE & PIRATEN ebenfalls – zumindest als ersten Schritt. „Langfristig muss ein kostenloses Ticket das Ziel sein“, sagt Kowalewski. „Dafür ist in den nächsten Jahren die notwendige Infrastruktur aufzubauen, um deutliche Zuwächse bei den Fahrgästen sowohl komfortabel als auch schnell und pünktlich befördern zu können.“

„Natürlich freuen wir uns auch über die Aussagen zur Brackeler Straße“, sagt Kowalewski. Denn in einem Teil der Brackeler Straße soll der Individualverkehr um 20 Prozent reduziert werden durch die Einrichtung einer Umweltspur für Busse und Fahrräder. „Damit dürfte ja wohl der Weiterbau dieser Straße als OWIIIa in Richtung Osten vom Tisch sein“, sagt Kowalewski erfreut. Denn eine Verlängerung dieser Schnellstraße bis zur A1 wäre ja mit massiven zusätzlichen Verkehren verbunden, die direkt in das Nadelöhr der Brackeler Straße und des Borsigplatzes hineingeführt. würden.