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Foto: pixabay

Nur 5,5% erneuerbare Energien in Dortmund

Im aktuellen Bericht zur Lokalen Agenda 21 für die Jahre 2017 und 2018 weist die Verwaltung für den Strommix in Dortmund nur 5,5% erneuerbare Energien aus. „Wir konnten diese Information kaum glauben. Daher haben wir explizit noch einmal nachgefragt“, so Utz Kowalewski, Sprecher der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN im Umweltausschuss.

Die Verwaltung hat die Zahlen aufgrund der Nachfrage der Linksfraktion über die Ferienzeit überprüft und gibt schriftlich zu Protokoll des Umweltausschusses: „Die Zahlen stimmen und sind in allen Ruhrgebietsgroßstädten in etwa ähnlich. Die 5,5% sind noch nicht mal reine Erneuerbare Energien. In den Prozentanteilen sind Anteile aus Gruben- und Deponiegas enthalten, die endlich sind und laufend abnehmen. Traditionell ist es schwierig in einer Großstadt Erneuerbare Energien zu etablieren, da die Städte sehr verdichtet sind und wenig Platz ist für Windräder, Biogasanlagen etc.. Außerdem ist man als Kommune abhängig von der Bundes- und Landesgesetzgebung. Hier gibt es z.B. den „Abstandserlass NRW“ wo die Abstände zur Wohnbebauung massiv vergrößert wurden und so keine Chance in Dortmund mehr besteht, noch weitere Anlagen zuzubauen. Zu erwähnen wäre hier auch z.B. die Rücknahme der Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen."

5,5% Strom aus erneuerbaren Energien sind aus Sicht der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN ein bedenklich niedriger Anteil. „Hier muss sich dringend etwas tun – wir werden zu diesem Thema Initiativen in den Fachausschuss bringen, um die Bilanz Dortmunds in dieser Hinsicht zu verbessern“, so Kowalewski.