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Bezirksvertreter Hasan Ilgün

Claudia Behlau

"Nicht an dieser Stelle!" - Weiterhin NEIN zu einem Baugebiet „Am Lennhofe“

Menglinghausen. „Ich freue mich über jede neue bezahlbare Wohnung. Und ich freue mich auch über jedes Einfamilienhäuschen, mit dem sich eine Dortmunder Familie ihr Lebensglück erfüllt. Aber nicht mitten in einem Biotop. Nicht am Rüpingsbach“, sagt Bezirksvertreter Hasan Ilgün (DIE LINKE). Er positioniert sich im Stadtbezirk Hombruch damit ausdrücklich gegen alle Pläne, die eine Bebauung im Bereich der Fläche „Am Lennhofe“ vorsehen.

„Wir als LINKE wissen natürlich, dass Dortmund dringend neuen und vor allem bezahlbaren Wohnraum benötigt“, sagt Ilgün. „Dafür stehen im Stadtbezirk Hombruch mehrere Flächen zur Verfügung – und zwar Flächen, die schon irgendeinmal genutzt wurden. Warum kann nicht dort gebaut werden? Warum sollen stattdessen Wiesen und Feldern zerstört und eine weitere Fläche versiegelt werden?“, fragt der Bezirksvertreter. „Wir brauchen doch alle noch Luft zum Atmen.“

Ein Schwerter Projektentwickler möchte – möglichst noch im Jahr 2019 – mit der Überplanung  des Dreickes zwischen Menglinghauser Straße - Rüpingsbach - Am Spörkel/Hellenbank  beginnen und dort auf 17.000 Quadratmetern unter anderem 18 öffentlich geförderte Miet-Reihenhäuser, sowie 30 Eigentumswohnungen und sechs Doppelhaushälften errichten. „Die Pläne sind gut“, sagt Hasan Ilgün, „aber nicht an dieser Stelle“. Diese Fläche, die als Baugebiet „Am Lennhofe“ bezeichnet wird, sei aus Umweltgesichtspunkten viel zu wertvoll, nicht nur wegen der zahlreichen Vogelarten, die es dort gebe. Die Bürgerinitiative, die das Projekt ebenfalls verhindern will, spreche sogar von einem Biotop.

Gerade eben ist ein neues Gutachten eingetroffen, das zumindest eine Grundwassergefährdung ausschließt. „Doch das reicht nicht, um mich zu überzeugen“, sagt Hasan Ilgün. Denn es gibt noch einen weiteren Aspekt, der gegen ein Baugebiet an dieser Stelle spricht: „Die Verkehrsanbindung ist in meinen Augen sehr problematisch. Es sind auch viel zu wenig Stellplätze geplant, so dass ein Parkchaos in den angrenzenden Straßen programmiert ist. Wir hoffen deshalb, dass die Stadt Dortmund in Absprache mit dem Investor eine andere, besser geeignete Fläche findet, auf der dieses Projekt verwirklicht werden kann.“