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Cornelia Wimmer

Neues Möbelhaus kommt in die Nordstadt! Linke & Piraten lehnen Projekt ab

Update vom 27.09.2019: Der Rat der Stadt Dortmund hat gestern das neue Möbelhaus an der Hildastraße in der Nordstadt auf den Weg gebracht (40.000 qm Verkaufsfläche). CDU, FDP/Bürgerlilste, SPD, AFD und Grüne haben dafür gestimmt; Linke & Piraten dagegen.

Innenstadt-Nord. Eine Weile war es ruhig um das geplante Möbelhaus in der Nordstadt. Die Bewohner der Bornstraße und der anschließenden Derner Straße konnten allerdings nicht aufatmen – denn unerträglich laut und von Verkehr durchtost ist es dort auch jetzt schon. Jetzt aber müssen sich die Menschen in diesem Bereich der Nordstadt aber doch wieder auf zusätzlichen Lärm, auf mehr Auto- und Lkw-Verkehr und auf jede Menge schmutziger Luft vorbereiten. Denn das „Möbelhaus Hildastraße“ (nördlich der Bornstraße) steht wieder auf der Tagesordnung des Rates.  Termin: 26. September. „Wir werden die vorgeschlagenen Pläne ablehnen“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Vor Jahren war es der Möbelriese XXXLutz, der entsprechende Pläne an der Hildastraße realisieren wollte. Dann wurde XXXLutz Besitzer des nahe gelegenen Poco Möbelmarktes und wollte sich nicht – nur einen Kilometer Luftlinie weiter ­– selbst Konkurrenz machen. Und so kam erst einmal Ruhe in die Angelegenheit.

Doch nun ist es die KPP Grundstücksentwicklung GmbH, die an fast gleicher Stelle ein mehrgeschossiges Möbelhaus errichten will. 40.000 qm Verkaufsfläche, 800  Stellplätze. „Durch den zu erwartenden Kunden- und Lieferverkehr können sich die Anwohner auf viel Dreck und Lärm einstellen“; sagt Cornelia Wimmer, Fraktionsvorsitzende der Linken & Piraten in der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord. Ihr Parteifreund Utz Kowalewski stimmt ihr zu: „Das bedeutet Luftverschmutzung und Flächenfraß.“

Aber das sind nicht die einzigen Gründe für die ablehnende Haltung der Linken & Piraten. Cornelia Wimmer: „Nach wie vor Gültigkeit hat, was vor Jahren die Gutachten für ein Möbelhaus an dieser Stelle unumwunden ausdrückten: Dortmund braucht es nicht. Die Angebote in Dortmund und im Umland decken den Bedarf. Die zusätzlichen Verkehre sind beträchtlich.“

Aber die politische Mehrheit in Dortmund möchte das Möbelhaus trotzdem, bedauert Cornelia Wimmer. Deren Argument: Die Kaufkraft solle nicht in die Möbelhäuser der Nachbarstädte fließen, sondern nach Dortmund. Ebenso die mögliche Gewerbesteuer. Cornelia Wimmer: „Dortmund pocht auf seine Position als Oberzentrum. Das entsprechende Minus werden die Nachbarstädte verbuchen. Dafür werden in Dortmund große Flächen versiegelt, hohe zusätzliche Verkehre generiert und ein kleiner Wald platt gemacht.“

Utz Kowalewski: „Klimaschutz und Mobilitätswende in Dortmund sehen anders aus. Das Interessante: Neben SPD und CDU, von denen man nichts anderes erwarten kann, sind auch die Grünen für das Projekt.“