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Thomas Zweier
Zweier, Thomas, Die Linke, Ratsmitglied

Linke & Piraten gegen Sonntagsöffnung der Bibliotheken

Seit wenigen Tagen gibt es ein neues Gesetz, das so genannte Bibliotheksstärkungsgesetz: Öffentliche Bibliotheken dürfen in Nordrhein-Westfalen künftig auch an Sonn- und Feiertagen öffnen.

„Wir werden alles tun, um die Sonn- und Feiertagsruhe der Beschäftigten zu schützen“, sagt Thomas Zweier, Ratsherr der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN und Mitglied im Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit.

Die Stadt- und Landesbibliothek in der Nähe des Hauptbahnhofes ist bereits jetzt von dienstags bis einschließlich samstags geöffnet, abends bis 19 Uhr und samstags bis 15 Uhr. Und auch die Stadtteilbibliotheken bieten Öffnungszeiten am Abend an. „Das muss doch reichen, um sich diverse Medien auszuleihen“, sagt Thomas Zweier, der auch Sprecher der AG „Betrieb und Gewerkschaft des Kreisverbandes DIE LINKE Dortmund ist.

„An Sonn- und Feiertagen müssen die Bibliotheken geschlossen bleiben. Da muss es für die Mitarbeiter einen Tag für Erholung und für Zeit mit der Familie geben.“

Thomas Zweier: „Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN bleibt bei ihrer Haltung, dass  Sonn- und Feiertage  als Arbeitstage ein absolutes Tabu bleiben müssen.

Wir vertreten die Meinung, dass freie Sonntage gerade für Berufstätige sehr wichtig sind für die Regeneration  und auch fürs Privatleben.

Es ist bedauerlich, aber auch dankenswert, dass für viele Berufsgruppen – ob im Krankenhaus, bei der Feuerwehr oder bei Bus und Bahn  – der Sonntag ein normaler Arbeitstag ist. Da reden wir aber von einer lebenswichtigen Grundversorgung. Das ist bei einem Buch aber wirklich nicht der Fall.“

Hinzu komme, dass die Bibliotheks-Mitarbeiter, die sonntags die Ausleihe betreuen müssten, an den Wochentagen ihre Überstunden abbauen und dann im laufenden Betrieb fehlen würden. Thomas Zweier: „Niemand geringerer als das Bundesverwaltungsgericht hat die Sonntagsöffnung von Bibliotheken bereits untersagt. Dass sich jetzt die CDU-FDP-Landesregierung unter anderem mit dem Argument der ‚Medien- und Informationserziehung von Kindern‘ über dieses Gesetz hinwegsetzt, ist doch ein  Witz. Können sich die Eltern die Medien für diese Erziehung nicht an einem der anderen sechs Tage ausleihen? Auch die so gern zitierten Krankenschwestern und Busfahrer hätten schließlich mal einen freien Tag unter der Woche.“