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Christian Gebel
Gebel, Christian, Piraten, stellv. Fraktionsvorsitzender: Die Linke / Piraten

Kritik an erneuter Preissteigerung für Sozialticket

Es war zu befürchten: Die Tickets für Bus und Bahn werden zum 1. Januar wieder teurer. Um 1,8 Prozent, auch in Dortmund. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)  hat am Donnerstag (26. September) die Fahrpreis-Erhöhung beschlossen. Teurer wird auch das Sozialticket, das seinen Namen schon lange nicht mehr verdient.

CDU, SPD und Grüne haben diese Preiserhöhung einvernehmlich genehmigt. „Ich lehne diese Erhöhung selbstverständlich ab“, sagt Christian Gebel, Mitglied der Dortmunder Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN und deren Vertreter in der VRR-Verbandsversammlung.

38,65 Euro zahlen Menschen mit Hartz IV-Bezug, Grundrente oder anderweitigem Mini-Einkommen schon jetzt für ihr Sozialticket. Ab 2020 steigt dieser Preis um weitere 1,8 Prozent. Zum Vergleich: Nur 28,39 Euro monatlich wird Hartz IV-Beziehern für Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr überwiesen.   

„Immer weniger arme Menschen können sich ein Sozialticket für fast 40 Euro im Monat leisten“, sagt Christian Gebel. Nur noch 10,8 Prozent aller Anspruchsberechtigten abonnieren ein Sozialticket. Vor zwei Jahren waren es immerhin noch 12,3 Prozent. 

„Gerade in Zeiten der Klimakrise, in der die Menschen immer wieder aufgefordert werden, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen, ist das ein fatales Zeichen“, sagt Christian Gebel. „Eine Erhöhung der Ticketpreise passt gar nicht in die Zeit. Das gilt auch für die normalen Tickets. Natürlich müssen Qualität und Umweltverträglichkeit des ÖPNV ständig verbessert werden. Das kostet Geld. Aber dieses Geld kann nicht vorwiegend von den Nutzern kommen. Hier sind Land und Bund noch mehr gefordert.“

Neben den hohen Kosten für das Ticket kommt hinzu, dass die Reichweite des Sozialtickets in den Augen von Christian Gebel und seiner Fraktion absolut ungenügend ist. Christian Gebel: „Das Sozialticket gilt nur in der eigenen Stadt oder im eigenen Landkreis. Für Besuche bei Verwandten im Nachbarort oder auch für Bewerbungsgespräche in der nächsten Stadt müssen die Betroffenen noch einmal zusätzlich zahlen.“

 

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