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Claudia Behlau

Klage gegen Flughafen eingereicht

Eine neue Klage gegen den Dortmunder Flughafen ist mittlerweile eingereicht. Die  Dortmunder Fraktion DIE LINKE & PIRATEN unterstützt die Klage eines betroffenen Dortmunders und hat fristgerecht die Leipziger Anwältin und Luftfahrtrechts-Expertin Franziska Heß mit dieser Aufgabe betraut.

Es geht – wieder einmal – um die Betriebszeiten-Verlängerung. Seit dem Spätsommer gestattet es die Bezirksregierung Münster, dass vier Maschinen bis 23 Uhr in Dortmund landen dürfen. Darüber hinaus gibt es noch eine Ausnahmegenehmigung für Maschinen, die verspätetet in Dortmund starten und landen.   

Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN: „Das klingt auf den ersten Blick nicht dramatisch. Aber man muss sich über die möglichen Konsequenzen im Klaren sein. Denn mit dem Lockmittel ‚Verlängerte Betriebszeiten‘ versucht der Airport derzeit, Fluggesellschaften zu einer dauerhaften Stationierung von Maschinen zu bewegen.“ Eine solche Stationierung würde aber zur Folge haben, dass die betroffenen Maschinen aus Wirtschaftlichkeitsgründen auch tagsüber öfter unterwegs wären. Die Lärmbelästigung würde also zunehmen. „Außerdem muss befürchtet werden, dass die Aufweichung der alten Betriebszeiten als Einstieg in den Nachtflug missbraucht wird“, so Kowalewski.  

Pikanterweise argumentiert der Flughafen in seinem Schreiben an die Bezirksregierung mit einer Fluggesellschaft, die es gar nicht mehr gibt. Das Unternehmen ‚Small Planet‘ sehe in der Verlängerung der Betriebszeiten eine  „Attraktivitätssteigerung“ des Dortmunder Airports und wolle deshalb die Stationierung einer Maschine in Dortmund prüfen, heißt es sinngemäß in einem Schreiben des Flughafens an die Genehmigungsbehörde in Münster. Doch ‚Small Planet‘ hat leider im September Involvenz anmelden müssen. Utz Kowalewski: „Deshalb darf man sich über dieses Argument des Flughafens schon ein wenig wundern. Aber de facto hat der Airport jetzt ein Eisen weniger im Feuer. Und die Aussichten auf eine erfolgreiche Klage gegen die Landezeit-Verlängerungen sind im Gegenzug gestiegen.“

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