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Foto: pixabay

Karfreitag – ein besonderer Tag gegen Rechts

In diesem Jahr gibt es an Karfreitag kein öffentliches Gedenken am Mahnmal in der Bittermark. Aber es gibt selbstverständlich ein stilles Gedenken. „Denn die Gewaltherrschaft der Nazis dürfen wir niemals vergessen. Deshalb gedenken wir auch in Corona-Zeiten selbstverständlich aller Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, und ganz gezielt der 300 Menschen, die im Jahr 1945 in Dortmund von der Gestapo ermordet wurden“, sagt Utz Kowalewski, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN.

Die Nazis hatten Ostern vor 75 Jahren im Rombergpark, in der Bittermark und in der Nähe von Hörde 300 Zwangsarbeiter, Widerstandskämpfer und Kriegsgefangene ermordet – nur Stunden vor der Besetzung durch die amerikanischen Truppen. Seit Ende der 1950-er wird jährlich der Opfer gedacht. Tausende von Menschen aus Zivilgesellschaft, Sport und Politik kommen dazu immer an Karfreitag an das Denkmal, das 1960 errichtet wurde. 2020 jedoch gibt es eine Corona-bedingte Zwangspause.

„In Corona-Zeiten sind wir alle ziemlich mit uns selbst und den Auswirkungen dieser Pandemie beschäftigt. Deshalb ist es um so wichtiger, am Karfreitag innezuhalten und sich bewusst zu machen, dass es nie wieder zu solchen rechten Gräueltaten kommen darf. Die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer helfen dabei“, hofft Kowalewski. Doch leider mache sich in der heutigen Zeit zunehmend rechtes Gedankengut breit. Sogar in Landtagen oder im Bundestag – und leider auch im Dortmunder Rat - werde gehetzt. Gehetzt gegen Geflüchtete, Migranten oder gegen Menschen mit Lebensmodellen, die nicht der „Norm“ entsprechen würden. „Wir dürfen nie aufhören, uns gegen diese rechte Propaganda zu stellen. In Demos. In antifaschistischen und gesellschaftlichen Bündnissen. Im Dialog. Und an Gedenktagen. „Wir dürfen nie wieder Rassismus, Faschismus und Menschenverachtung zulassen!“, sagt Kowalewski.