Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen
Fraktionsvorsitzender Utz Kowalewski

Utz Kowalewski

IPCC-Klimabericht: Kowalewski fordert entschlosseneres Handeln auch in Dortmund

Der neueste Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) zur Einhaltung des 1,5 °C Klimaziels ist ein erneutes starkes Alarmsignal. Sollte nicht ein drastisches Umdenken der Weltwirtschaft erfolgen, so könnten bereits in zehn Jahren massive Klimakatastrophen das Leben von Millionen Menschen zerstören. Immer mehr Dürren, Wirbelstürme, Hungersnöte und daraus resultierende Kriege und Fluchtbewegungen werden die Folge sein.

„Deutschland steht mit seiner – im Weltmaßstab betrachtet – winzigen Bevölkerung auf Platz 6 der weltweiten Klimasünder. Während die deutsche Politik sich selbst wegen ein paar Windrädern auf die Schultern klopft, haben wir im Prinzip in den letzten Jahren nicht viel getan. Das verpflichtet zum Handeln, denn bereits in wenigen Jahren könnte es zu spät sein, wie der Klimarat zu Recht anmahnt“, kommentiert Utz Kowalewski, der Fraktionsvorsitzende der LINKEN & PIRATEN im Dortmunder Rat.

Dabei fordert Kowalewski einerseits Anpassungen an die sich bereits jetzt abzeichnenden Veränderungen. 2018 war beispielsweise ein Rekord-Dürre-Sommer. „Wir müssen unseren Baumbestand in der Stadt deutlich aufstocken – das bindet einerseits Kohlenstoff und kühlt andererseits die aufgeheizten Häuserschluchten ab. Wir müssen unsere Produktion von Treibhausgasen weiter herunterfahren. Die Installation von Nahwärme in den nächsten Jahren ist ein Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen mehr Anreize bieten, aus der konventionellen Landwirtschaft auszusteigen und die Methanproduktion verringern. Dass in Dortmund Anlagen zur Massentierhaltung wie in Grevel neu entstehen sollen, ist absurd.

Wir müssen die Verkehrsplanung viel stärker auf den ÖPNV und den Rad- und Fußverkehr ausrichten, anstatt Dortmund weiter als Autofahrerstadt mit einem schlechten Modal Split auszubauen. Wir müssen aber auch die Verbrennung von Braunkohle beenden und als Stadt hier unsere Beteiligungspolitik überdenken. Wer jetzt noch auf Braunkohle und RWE setzt, der versündigt sich an den eigenen Kindern. Doch auch die jetzigen Generationen werden dem Klimawandel noch voll ausgesetzt sein. Es geht daher auch um die Aktivierung des eigenen Selbsterhaltungstriebes“, so der Linkenpolitiker.