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Jörg Kleine

Global Marijuana March Dortmund 2018

Am Samstag (12.05.) war es wieder so weit: zum fünften Mal kamen in Dortmund Aktivist*innen und Befürworter*innen der Cannabis-Legalisierung zum „Global Marijuana March“ zusammen, der seinen Ursprung 1999 in New York hatte und seitdem in vielen Ländern der Welt eine wachsende Zahl von Mitstreiter*innen gefunden hat. Aufgrund der „dortbunt“-Veranstaltungen am vorangegangenen Wochenende fand er in Dortmund jedoch eine Woche später als in anderen Städten in Deutschland und weltweit statt. Und selbstverständlich war DIE LINKE auch mit von der Partie.

Besonders freute es die Veranstalter (neben der Organisatorin Nadja Reigl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE & Piraten im Rat der Stadt Dortmund, sind das DIE LINKE, die Piraten, die Grüne Jugend und „Die Partei“), dass nicht nur das Wetter mitspielte, sondern mit dem bundesweit bekannten Jugendrichter Andreas Müller aus Bernau bei Berlin auch ein prominenter Unterstützer gewonnen werden konnte, der mit starken Argumenten in zwei fulminanten Reden zu Beginn der Demonstration an der Katharinentreppe und zur Abschlusskundgebung im Hoeschpark die bestehende Prohibition scharf kritisierte (siehe auch: https://youtu.be/jYkfgiH3pMA). Neben der erschwerten medizinischen Nutzung und dem damit einhergehenden unnötigen Leiden kranker Menschen, denen Cannabis helfen könnte, stehe die Kriminalisierung der Cannabiskonsument*innen, die ja logischerweise auch zumindest vorübergehend im Besitz der Substanz sein müssen, der Aufklärung und damit einer effektiven Sucht-Präventionsarbeit kontraproduktiv im Wege. Im Hoeschpark rief er daher die Teilnehmer*innen auf, die Aktivitäten des Deutschen Hanfverbandes DHV (www.hanfverband.de) zu unterstützen.

DIE LINKE. Dortmund war vertreten durch unseren Genossen Ingo Meyer. Für seinen Redebeitrag im Hoeschpark, in dem er die Repressionen ebenfalls kritisierte und darauf hinwies, dass durch das Cannabis-Verbot polizeiliche und juristische Ressourcen unnötigerweise beschnitten werden, die dann bei der Strafverfolgung tatsächlicher Krimineller fehlen, erhielt er lauten Beifall.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Nadja Reigl konnte abschließend erfreut feststellen, dass die Teilnehmer*innenzahl im Vergleich zum Vorjahr gewachsen ist. Laut „Nordstadtblogger“ nahmen am Wochenende rund 800 Menschen friedlich und guter Laune an der Demonstration teil.