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Thomas Zweier
Zweier, Thomas, Die Linke, Ratsmitglied

Ende für die Sperrstunde: Ja. Nachtbürgermeister: Nein.

Die Sperrstunde in Dortmund ist plötzlich wieder in aller Munde. „Das Thema ist längst überfällig“, meint auch Thomas Zweier von der Ratsfraktion DIE LINKE & PIRATEN und Mitglied im Kulturausschuss sowie im zuständigen Ausschuss für öffentliche Ordnung.

Derzeit ist für das Partyvolk in Dortmund die Nacht um 6 Uhr morgens vorbei. Denn um 6 Uhr beginnt die Sperrstunde – während in den Clubs von Düsseldorf bis Berlin noch stundenlang weitergefeiert werden darf.  

"s ist eigentlich traurig, dass wir darüber diskutieren müssen“, meint Thomas Zweier. „Wir leben längst in einer Zeit veränderter Lebens- und Arbeitsabläufe. Auch in Dortmund gibt es wieder ein Nachtleben, eine Clubkultur, die nicht mit dem früheren Tanzabend zu vergleichen ist, der kurz nach Mitternacht zu Ende ging. Die altertümliche Sperrstunde muss deshalb abgeschafft werden.“

Eine Sperrstunde könne ohnehin nicht die Probleme mit gewalttätigen oder störenden alkoholisierten Personen lösen, sondern verlagere diese höchstens zeitlich. Zudem sei es grundsätzlich falsch, dass für das Fehlverhalten Einzelner die Allgemeinheit bestraft werde und auf ein Freizeitangebot verzichten soll, so Thomas Zweier.

Die LINKE & PIRATEN folgt deshalb den Forderungen von Clubbetreibern und Gastronomen auf Aufhebung der Sperrstunde und beobachtet erfreut, dass sich die Wirtschaftsförderung diesbezüglich bereits in Gesprächen befindet.

Eher kritisch sieht die Fraktion LINKE & PIRATEN allerdings die Forderung nach einem eigenen Nachtbürgermeister – etwa als Vermittler bei Konfliktfällen –, der derzeit von vielen Seiten leidenschaftlich gefordert wird. Für schwerwiegendere Konflikte wie etwa eine Schlägerei sei doch der Einsatz der Polizei nötig. Und bei Ruhestörung der des Ordnungsamtes. Diese Personen – und nur diese, und kein einsamer Nachtbürgermeister – hätten hoheitliche Rechte und auch die Aufgabe, die Allgemeinheit zu schützen.

Thomas Zweier: „Die Forderung nach einem Nachtbürgermeister verkleistert die Augen für die eigentlichen Probleme und verlagert sie auf die Schultern einer Einzelperson, die ganz schnell an ihre Grenzen stoßen wird.“ Seiner Meinung nach sind alle Fragen, die mit der Verwaltung besprochen werden müssen – etwa eine finanzielle Unterstützung bei Lärmschutzmaßnahmen – bei der Wirtschaftsförderung gut aufgehoben, da diese ohnehin regelmäßig am Runden Tisch „Nachtleben“ mit den Gastronomen und Clubbesitzern sitzt.