Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Utz Kowalewski

Dortmunder Stadtrat fördert Kraftwerksprojekt der RWE

Dortmunder Kraftwerkskoalition aus SPD, FDP und DVU fördert die Klimakatastrophe

Dortmunder Kraftwerkskoalition aus SPD, FDP und DVU fördert die Klimakatastrophe

Harsche Kritik kam von der Partei DIE LINKE. Dortmund angesichts der Entscheidung des Dortmunder Rates 107 Millionen Euro der DEW in ein Kraftwerksprojekt der RWE in Hamm zu investieren. Helmut Manz, Mitglied im Dortmunder Kreisvorstand und stellv. Landesvorsitzender von DIE LINKE, kommentierte die Entscheidung mit den Worten: „Sich mit der rechtsextremen DVU zu verbrüdern, um entgegen der Mehrheit der Demokraten in dieser Stadt eine sichtbar falsche Entscheidung trotzdem noch in geheimer Abstimmung durchzusetzen, ist an sich schon verwerflich. So macht man aus Steinkohle „Braunkohle“.“ In der Debatte hatten die Redner von SPD, FDP und DVU den Kraftwerksbau gefordert, während die CDU, die Linken im Rat, die Bürgerliste und die Grünen gegen das Kraftwerk gesprochen hatten. Letztlich hatte die Kraftwerkskoalition nur eine Stimme mehr als die Gegner des Projektes.

Utz Kowalewski, Kreissprecher und Diplom-Biologe von DIE LINKE. Dortmund, reagierte mit Unverständnis: „Das Hammer Kraftwerk wird nur mit einem Wirkungsgrad von 47% arbeiten. Das ist selbst für ein modernes Kohlekraftwerk ausgesprochen wenig. Auf eine Kraft-Wärme-Kopplung wurde von vorneherein verzichtet und somit auf das letzte Argument, dass den Bau eines Kohlekraftwerkes noch halbwegs vertretbar machen würde. Während Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf dem Klimagipfel in Bali große Reden schwingt, machen seine Parteikollegen in Dortmund das genaue Gegenteil – sie geben sich alle Mühe aus reinen Profitinteressen heraus die Klimakatastrophe zu beschleunigen.“

Sauer stößt der Linken auch auf, dass mit der RWE wieder einmal Geld aus einem kommunalen Unternehmen in einen internationalen Großkonzern fließt und dessen Marktstellung gegenüber kleineren unabhängigen Anbietern stärkt. Bisher bezieht die DEW bereits rund 90% ihres Stromes von der RWE. Die Abhängigkeit der DEW von der RWE wird nach Einschätzung der Linken auf diese Weise noch gestärkt. Walter Lambert, Kreisschatzmeister von DIE LINKE. Dortmund und vor Jahren für die Grünen im Rat der Stadt Dortmund, meint süffisant:“ Wenn die SPD es zulässt, dass sich die RWE den Dortmunder OB im Aufsichtsrat hält und ihn dafür fürstlich honoriert, dann darf man sich nicht wundern, wenn keine am Gemeinwohl orientierte Politik mehr gemacht wird, sondern in erster Linie Konzernpolitik."

Artikel 'Demo gegen "Dreckschleuder" ' aus den Ruhrnachrichten vom 02.11.2007

Artikel 'In Kraftwerksprojekten sehen Umweltschützer Gefahr' aus der WAZ vom 28.07.2007