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Foto: pixabay

DIE LINKE steht auch für Tierschutz

TIERSCHUTZ ist ein wichtiges Thema, das im Wahlkampf aber längst nicht jede Partei auf dem Schirm hat. DIE LINKE schon! Das Tierwohl ist für DIE LINKE ein wichtiges Anliegen! Wir stehen nicht nur an der Seite des Dortmunder Tierschutzvereins bei der Frage nach der Kastration von Freigängerkatzen. Wir stehen auch an der Seite der Naturschützer, wenn wieder mal Fledermäuse für ein neues Bauprojekt vertrieben werden sollen. Und DIE LINKE unterstützt auch Tierschutzorganisationen bei deren Forderung nach einem Verbot von Trophaenjagden.

Beispiel: ARIWA. Habt Ihr schon mal auf die (FB-)Seite von ARIWA geschaut? Da wird Euch bei manchem Foto – zum Beispiel bei der so genannten Freilandhaltung von Hühnern – schlecht werden.

Das Ziel des Vereins Animal Rights Watch (ARIWA) ist die Abschaffung jeglicher Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren. Diese Ausbeutung und Unterdrückung ist in jedem Discounter und Supermarkt zu kaufen. Aber es geht nicht nur um das Schicksal von Kühen, Schweinen und Hähnchen. Es geht Auch um das Schicksal von Löwen oder Elefanten! Denn die werden – aus purer Lust am Schießen und auch aus purer Lust am Geldverdienen – einfach so abgeschossen.

Die Linken im Rat kämpfen schon seit Jahren gegen diese Trophäenjagden, die immer noch in den städtischen Westfalenhallen (Messe Jagd & Hund) angeboten und verkauft werden.

Wir freuen uns deshalb, dass nicht nur der Verein ARIWA vor der Wahl die Parteien zu diesem Thema an alle Parteien befragt hat, sondern auch der Verein „Pro Wildlife“.

Hier ein ARIWA-Beitrag, der sich mit den widerlichen „Trophäenjagden“ auf der Dortmunder Messe „Jagd und Hund“ und den Anträgen der Linken in Dortmund beschäftigt.

Trophäenjagdstände auf der Messe "Jagd und Hund" weiterhin erlaubt:

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“

Am Donnerstag 14. Mai, trafen sich im Rahmen einer Hauptausschusssitzung insgesamt 15 Vertreter*innen der Politik, um Beschlüsse über Vorlagen aus allen Bereichen der Verwaltung zu fassen. Außerdem anwesend waren Mitglieder der Verwaltung sowie Medienvertreter*innen. Die Besonderheit: Die Hauptausschusssitzung übernahm die Funktion der Ratssitzung, die eigentlich für diesen Tag regulär vorgesehen gewesen wäre.

Als Punkt 9.13 unter Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften wurde der Antrag behandelt.

9.13 Messe "Jagd & Hund" Vorschlag zur TO (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN)
(Drucksache Nr.: 16644-20) 
Die Unterlagen lagen bereits zur Sitzung des HA/ÄR/Rat am 13.02.2020 zu TOP 9.3 vor.

Zur Erinnerung:
So lautete der Antrag, über den der Rat entscheiden muss. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN bittet um Beratung und Abstimmung des folgenden Antrags.
Beschluss: Der Rat der Stadt Dortmund fordert die Leitung der Dortmunder Westfalenhallen – Bereich Messe – auf, bei der jährlich stattfindenden Messe „Jagd & Hund“ keine Angebote mehr für Trophäenjagden zuzulassen.

Der Antrag wurde abgelehnt. Die Linke, die Piraten und die Grünen stimmten für den Antrag.

 

Hier die Pressemitteilung der Linken dazu:

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“

Unter diesem Motto entschied der Dringlichkeitsausschuss über das Ansinnen der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN künftig keine Trophäenjagden auf gefährdete Tiere mehr über die Messe „Jagd & Hund“ in den Westfalenhallen anbieten zu wollen. Dem Antrag der Linken Fraktion stimmten aber lediglich die Grünen zu. 

Dabei gab es durchaus deutliches Unbehagen auch bei anderen Fraktionen zu spüren. Fast entschuldigend kommentierte dann auch OB Sierau das Abstimmungsergebnis, dass der Rat trotz der Ablehnung nichts gegen den Tierschutz habe. SPD-Fraktionschef Norbert Schilff wies auf ein Schreiben der Westfalenhallen hin und gab zum Besten, dass bei einer Ablehnung der Trophäenjagden die ganze Messe „Jagd und Hund“ in Frage gestellt sei, weil die Jagdreisen inzwischen den lukrativsten Teil der Messe darstellen würde, ohne den auch der Rest nicht mehr tragfähig wäre. Damit würde die Westhallen GmbH eine finanzstarke Messe verlieren.

Die Westfalenhallen hatten zuvor ganz im Sinne der Jagdreiseveranstalter versucht die Jagd auf bedrohte Tiere als Akt des Tierschutzes darzustellen. Bei der Diskussion wird durch die Branche immer wieder auf Namibia als positives Beispiel abgehoben. Dort sind über die Tropäenjagd tatsächlich Schutzprojekte und Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung generiert worden, die dann zu einer Erholung der Bestände geführt haben. 

Allerdings ist das ein Inselphänomen, wie Fraktionssprecher Utz Kowalewski nach Lektüre der Ausführungen der IUCN (der Weltnaturschutzbehörde) und des WWF ausführte. Im Regelfall werden verabredete Regulationen der Trophäenjagd hinsichtlich Bedrohungsstatus und der Anzahl der geschossenen Tiere seitens der Regierungen gar nicht umgesetzt. Es werden daher viel zu viele Tiere geschossen. In Sambia musste beispielsweise ein komplettes Jagdmoratorium verhängt werden, weil die Löwenpopulation wegen der Trophäenjagd in ihrem Fortbestand stark gefährdet wurde. 

Das Geld aus den Jagdreisen landet im Wesentlichen dann auch bei den Reiseveranstaltern. Auch die Beträge, die eigentlich zur Akzeptanzbildung für die örtliche Bevölkerung vorgesehen sind, versickern in den Entwicklungsländern meist in anderen Kanälen. Und so zieht Utz Kowalewski ein vernichtendes Fazit: „Trophäenjagd ist eine ethisch verwerfliche Form für wohlhabende Menschen mit bedenklichen Neigungen ihr übersteigertes Ego auf Kosten der Natur aufzupolieren. Ein solches Treiben sollte durch kommunale Unternehmen nicht unterstützt werden.“