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Utz Kowalewski

DIE LINKE kritisiert Sicherheitssituation zu Sylvester in Dortmund

Eine Gruppe von 30 organisierten Neonazis schlugen nach Berichten der autonomen Nachrichtenseite Indymedia zwei Punks gegenüber des Rockcafes in der Reinoldistrasse mit Flaschen nieder und griffen sie mit Pfefferspray an.

Eine Gruppe von 30 organisierten Neonazis schlugen nach Berichten der autonomen Nachrichtenseite Indymedia zwei Punks gegenüber des Rockcafes in der Reinoldistrasse mit Flaschen nieder und griffen sie mit Pfefferspray an.

Die Nazis waren ihrerseits offenbar auf dem Weg um die linke Szenekneipe Hirsch-Q anzugreifen, die bereits bei früheren Gelegenheiten Ziel von Naziattacken war. Dazu kam es aber aufgrund der vorhandenen Polizeipräsenz vor der Hirsch-Q nicht mehr.

Vor dem Hintergrund der erhöhten Naziaktivitäten sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Sylvesternacht, erklärt Utz Kowalewski, Kreissprecher der Partei DIE LINKE. Dortmund:

"Nicht zum ersten Mal ist die Sicherheitssituation in Dortmund für Jugendliche aus links orientierten Subkulturen bedenklich. Lobenswert ist die Wachsamkeit der Beamten vor der gebeutelten Hirsch-Q. Kritikwürdig ist aber nach wie vor, dass die Nazis erst gestoppt wurden, nachdem Menschen zu Schaden gekommen sind und das die Gewalttäter unerkannt flüchten durften.

Hier hätte das Demonstrationsrecht ohne weiteres erlaubt den Nazizug, der mit bengalischen Fackeln im Stile des Klu-Klux-Clanes durch die Innenstadt marschierte, rechtzeitig aufzulösen.

Die Öffentlichkeit hat es schon längst erkannt - Dortmund hat ein Naziproblem. Die politischen Parteien hinken diesem öffentlichen Bewusstsein immer noch deutlich hinterher. Politische Strategien wie zuletzt bei der Durchsetzung der Entscheidung zur Kraftwerksbeteiligung in Hamm, als SPD und FDP zusammen mit der rechtsextremistischen DVU paktierten, machen Nazis in Dortmund erst hoffähig und begünstigen das steigende Selbstbewusstsein faschistischer Gewalttäter. "

Soziale Probleme treiben Jugendliche an den Rand der Gesellschaft

In Dortmund-Wickede kam es ebenfalls erneut zu Ausschreitungen durch eine große Gruppe alkoholisierter Jugendlicher auf dem Wickeder Hellweg. In Höhe der Eichwaldstrasse wurden mehrfach Passanten angegriffen und angepöbelt.

Auch hier musste die Polizei einschreiten. Thomas Zweier, Sprecher der Bezirksgruppe Dortmund-Ost der Partei DIE LINKE kritisiert die Situation Jugendlicher in den sozialen Brennpunkten: " Die Kinderarmut ist in Deutschland und insbesondere auch in Dortmund so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Daraus resultieren Perspektivlosigkeit und ein Verlust an gesellschaftlicher Identität in Verbindung mit sinkenden Hemmungen gegenüber anderen Mitgliedern der Gesellschaft. Wer etwas gegen Jugendgewalt unternehmen will, muss die sozialen Rahmenbedingungen für Jugendliche verbessern. Ansonsten treiben wir diese Jugendliche auf mittlere Sicht in die Hände der Rechtsextremisten."