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Thomas Zweier
Zweier, Thomas, Die Linke, Ratsmitglied

DIE LINKE+ ist sauer: Aufhebung der Sperrstunde wurde schon wieder vertagt

Bars, Clubs, Diskotheken. Sie alle haben derzeit wegen der Corona-bedingten Schließungen herbe Einbußen und große Nöte. „Da müssen Stadt und Politik den Betreibern gerade jetzt ein positives Signal senden“, fordert Thomas Zweier, Ratsmitglied für die Fraktion DIE LINKE+ und Mitglied im Kulturausschuss. Ganz konkret meint Thomas Zweier die Aufhebung der in Dortmund immer noch gültigen Sperrstunde. Doch noch immer sperrt sich eine Mehrheit der Politik gegen die sofortige Aufhebung dieser Sperrstunde. Auch in dieser Woche wurde im Ausschuss für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung das Ende der Sperrstunde -  wieder einmal - nicht beschlossen.

Normalerweise – wenn nicht gerade alles wegen Corona geschlossen ist – ist für das Partyvolk in Dortmund die Nacht um 6 Uhr morgens vorbei. Dann beginnt die Sperrstunde,  während in anderen Großstädten noch stundenlang weitergefeiert wird. 

Schon vor knapp einem Jahr hatte sich Zweier für die Abschaffung der Sperrstunde ausgesprochen. Im August stellten die Grünen einen ähnlichen Antrag. Passiert ist seitdem nichts.

Thomas Zweier: „Die Party- und Veranstaltungsszene ist überdurchschnittlich hart vom Lockdown betroffen. Wir wollen diesen Institutionen einen guten Neustart – wann auch immer – ermöglichen. Aber wir wollen auch den Menschen in Dortmund und Umgebung die uneingeschränkte Gelegenheit zum Feiern geben. Die Verantwortlichen und Bedenkenträger müssen endlich begreifen, dass wir nicht mehr in den 1960er-Jahren leben. Lebens- und Arbeitsabläufe haben sich verändert. Auch in Dortmund gibt es ein Nachtleben. Der  Tanzabend, der um Mitternacht zu Ende ging, gehört der Vergangenheit an. Die völlig überaltete Sperrstunde muss deshalb abgeschafft werden.“

Die Argumente von möglicher Lärmbelästigung lässt Zweier nicht gelten. „Das ist Unsinn. Die  Clubbetreiber müssen immer für die Einhaltung der Schallimmissionsgrenze sorgen. Egal ob um 1 Uhr nachts oder um 8 Uhr morgens.“ Und alkoholisierte, grölende Menschen seien leider immer eine Belastung für die Anwohner. Aber diese Belastung sei um 6 Uhr nicht weniger schlimm als um 7 Uhr. Deshalb dürfe es nicht passieren, dass für das Fehlverhalten Einzelner die Allgemeinheit bestraft werde, so Thomas Zweier.

Dennoch: Das Thema ist erst einmal vertagt. Wieder einmal. SPD und CDU möchten noch Gespräche führen, etwa mit der Polizei. „Ich befürchte, dass die neuen Beratungen viel zu lange dauern. Dann ist wieder unnötig viel kostbare Zeit für die Location-Betreiber und das Party-Volk verloren gegangen“, so Zweier. Jetzt bleibe nur noch der Appell an die Verwaltung und politische Konkurrenz, kleinkarierte Bedenken beiseite zu schieben und schnellstmöglich eine neue Beschlusslage im Frühjahr zu präsentieren.