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Karina Teichmann

DIE LINKE. Dortmund fordert transparente Aufklärung von Polizeiübergriff in der Nordstadt

In den letzten Tagen berichteten ARD und WDR über erschreckende Ereignisse vom 1. März in der Dortmunder Nordstadt: Dokumentiert wird ein gewaltsamer Übergriff eines Dortmunder Polizeibeamten auf eine schwangere Frau.

„Die Berichterstattung zeigt, wie die überzogene Polizeikampagne gegen sogenannte „Clankriminalität“ des NRW-Innenministers Herbert Reul sogar bei erfahrenen Beamten zur „Übererfüllung“ ihrer Pflichten führt,“ kommentiert Karina Teichmann für den Vorstand der Linken in Dortmund die Ereignisse. „Ein Innenminister, der einen „robusten“ Einsatz der Polizei propagiert, darf sich dann über die Übergriffigkeit einzelner Beamter nicht wundern.“

Zum politischen Skandal wird der Übergriff allerdings erst durch die Aussage des Polizeipräsidiums Dortmunds zu den Ereignissen: „Als die Frau daraufhin ebenfalls fixiert werden sollte, versuchte sie mehrfach, sich loszureißen ( … ). Ihr Widerstand wurde schließlich durch Schläge ins Gesicht gebrochen."

So zeigt sich hier offensichtlich wieder einmal, dass der „Corpsgeist“ bei der Polizei entgegen aller Fakten über die Aufklärung des Sachverhalts gestellt wird: Es stellt sich die Frage, warum ein erfahrener Polizeibeamter einer unbewaffneten schwangeren Frau mit der Faust ins Gesicht schlagen muss, um ihren Widerstand zu brechen. Unabhängige Aufklärung wird hier dringend benötigt und meint damit nicht, einfach irgendeine andere Polizeibehörde mit den Ermittlungen zu beauftragen.Insbesondere sollte keine Polizeibehörde der gleichen Staatsanwaltschaft für die Aufklärung zuständig sein.

Karina Teichmann appelliert: „Herr Lange, stellen Sie sich nicht weiter vor Straftäter! Helfen Sie mit, dem Eindruck von rassistischer Polizeigewalt entgegen zu treten! Sonst entwerten Sie Ihr bisheriges Engagement gegen Rechts in unserer Stadt. Durch Vertuschung rassistischer Ausfälle in der eigenen Behörde leidet die eigene Glaubwürdigkeit.“