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Klaus Hartmann / Fraktion Die Linke/Piraten
Petra Tautorat
Dr. Petra Tautorat, Die Linke, Mitglied des Rat der Stadt Dortmund, Fraktion: DieLinke / Piraten

„Bildung muss kostenfrei sein. Immer.“

„Bildung muss kostenfrei sein. Immer. Das gilt sowohl für die frühkindliche Bildung als auch natürlich für Schule und Studium.“ Für Petra Tautorat, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN ist ein kostenloser Besuch von Kita, Schule und Universität eine Selbstverständlichkeit. Leider gilt das in Dortmund nicht für die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen. Im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie lehnten diese in dieser Woche den Antrag der Linken & Piraten ab, künftig auch das erste von drei Kita-Jahren beitragsfrei zu stellen. Lediglich einige stimmberechtigte freie Träger, die auch Kitas betreiben, konnten sich mit einer solchen Idee anfreunden.

In NRW ist das letzte Kita-Jahr vor der Schule bereits beitragsfrei. Ebenso das vorletzte Jahr (ab Sommer 2020). „Unser Antrag war es, darüber hinaus auch das erste Kita-Jahr für die Drei- bis Vierjährigen beitragsfrei anzubieten“, erläutert Petra Tautorat. „Die Kosten hätte dafür die Stadt übernehmen müssen. In Städten wie Düsseldorf oder Berlin funktioniert das problemlos. In Niedersachsen, Bremen oder Hessen gilt eine solche Regelung sogar landesweit. Und da machen auch die Vertreter der großen Parteien mit. Warum gelingt das nicht auch in Dortmund?“

In Dortmund bleibt leider alles beim Alten. Knapp die Hälfte der Eltern ist wegen ihres sehr geringen Einkommens ohnehin von den Beiträgen befreit. Die andere Hälfte muss für das erste Kita-Jahr Beiträge zahlen.

Fast schon lustig sei der Vorwurf, dass sich ausgerechnet die linken Politiker für eine finanzielle Entlastung von ‚reichen‘ Eltern einsetzen würden, kommentiert Petra Tautorat. „Das ist wirklich ein Witz. Man muss sich mal die Definition von Arm und Reich ansehen. Wenn alle Eltern reich sind, die beitragspflichtig sind, beginnt Reichtum in Dortmund schon ab einem Jahreseinkommen von über 18.000 Euro.“

„Natürlich geht es uns nicht vordergründig darum, wirklich reiche Familien zu entlasten, zumal diese mit einem erhöhten Steueraufkommen bereits ihren Anteil leisten. Uns geht es vielmehr um das Kindeswohl, aber auch um die Gleichbehandlung aller Kinder, egal wie ihr Familienhintergrund aussieht. Die Vorschulzeit ist sehr wichtig für die Entwicklung und Stärkung kindlicher Persönlichkeiten. Gemeinsam mit anderen Kindern zu spielen und zu lernen kommt allen Kindern zugute. Jedes Kind hat – unabhängig vom Familieneinkommen –  das Recht, die bestmöglichen Entwicklungsbedingungen zu erhalten. Und für gleiche Entwicklungsmöglichkeiten sollte es auch gleiche Ausgangsbedingungen geben“, so Petra Tautorat.