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Claudia Behlau

„Wir werden weiter gegen die geplante Asphaltierung des Rheinischen Esels kämpfen“

„Wenn die Stadt zu viel Geld für Asphalt übrig hat, ist das wunderbar. Ich kann genügend Straßen und Radwege auflisten, die dringend repariert werden müssen. Aber auf unserem Radweg ‚Rheinischer Esel‘ wollen wir definitiv keinen Asphalt haben“, sagt das Hombrucher Ratsmitglied Dr. Bernd Tenbensel (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN).

Derzeit hat der idyllische Radweg eine wassergebundene Decke. So wie es in Landschaftsschutzgebieten auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Das kümmert einige Menschen in der Bezirksvertretung Hombruch und in der Stadtverwaltung aber herzlich wenig: Sie wollen den Radweg asphaltieren lassen. 345.000 Euro liegen in der Stadtkasse bereit, um den Rheinischen Esel zwischen Hombruch und Witten mit Asphalt zu überziehen.

„Dagegen werden wir kämpfen“, sagt der Hombrucher Bezirksvertreter Hasan Ilgün. „Dieser schöne Radweg muss genauso bleiben wie er jetzt ist“, sagt der linke Politiker – und trifft damit genau den Nerv der Naturschutzverbände, die sich erst im August dieses Jahres einstimmig im Naturschutzbeirat gegen diese Asphaltierung ausgesprochen und diesen Eingriff auch absolut ‚nicht erforderlich‘ bezeichnet haben. Eine Begründung des Beirats: Aufgeheizter Asphalt locke bodenlebende Tiere und junge Amphibien an. Dadurch wachse die Gefahr, dass diese überfahren werden.

Hasan Ilgün geht es aber nicht nur um die bodenlebenden Tiere. „Der Rheinische Esel ist nicht nur ein Radweg, sondern auch ein schöner Spazierweg. Denken Sie nur an den gerade zu Ende gegangenen Sommer. Ein heißer Asphalt ist weder für einen Spaziergänger schön, noch für die Pfoten seines Hundes.“

„Auch Jogger nutzen den Rheinischen Esel gerne“, sagt Christiane Tenbensel, Sprecherin der linken Bezirksgruppe Hombruch. „Aber es ist unangenehm, auf Asphalt zu laufen, und Waldboden schont die Gelenke. Ohnehin sehen wir keinen einzigen vernünftigen Grund, warum ein Weg, der quer durch die Landschaft führt, asphaltiert werden soll. Davon abgesehen: Wer kümmert sich um den Asphalt, wenn es im Winter friert?“

All diese Fragen treiben auch viele Radler und Fußgänger in Hombruch um. Beim Fototermin mit den linken Kommunalpolitikern hielten spontan einige vorbeifahrende Radler an und versicherten: „Wir sind auch gegen eine Asphaltierung.“ Nun wird sich der Rat mit dem Widerspruch des Naturschutzbeirates auseinander setzen müssen.