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Wilhelm Auffahrt

Claudia Behlau

„Ortskern von Brackel soll künftig frei von Lkw sein“

Fraktion DIE LINKE & PIRATEN fordert zusätzliche Lärmentlastung beim Lkw-Routennetz


Brackel. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN begrüßt die geplante Anpassung des Dortmunder Lkw-Routennetzes, hat aber speziell für den Stadtbezirk Brackel noch einige Ergänzungswünsche.

In der Neuauflage des so genannten Lkw-Stadtplans ist bislang vorgesehen, die Kaiserstraße und Teile des Hellwegs von der Oststadt bis in den Brackeler Ortskern für Lkw zu sperren und diese Änderungen auch in die LKW-Navigation einpflegen zu lassen.

Zusätzlich setzt sich die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN dafür ein, auch den Schwerlastverkehr aus der Gegenrichtung auszubremsen. Deshalb soll auch der Abschnitt zwischen Brackel-Mitte und der T€di-Werkszufahrt aus dem Lkw-Stadtplan herausgenommen werden.

„Die Bürgerinitiative ‚Gemeinsam für Brackel’ hat ja schon erreicht, dass der Lkw-Verkehr für REWE und T€di ausschließlich über den Asselner Hellweg und die Aplerbecker Straße erfolgen soll", so Wilhelm Auffahrt, sachkundiger Bürger im Verkehrsausschuss.

Des Weiteren wünsche man sich aber auch noch die Herausnahme aus dem Lkw-Routennetz für die Flughafenstraße im Abschnitt zwischen Hellweg und der Hannöverschen Straße.

Gesperrt für den Lkw-Verkehr sollen ebenfalls die Bereiche der Holzwickeder Straße zwischen der S-Bahnbrücke und dem Brackeler Hellweg. Gleiches gilt für die Leni-Rommel-Straße zwischen dem Hellweg und der B1. „Das Industriegebiet Brackel sowie Tremonis können über den restlichen Teil der
Holzwickeder Straße gut erreicht werden“, so Auffahrt weiter.

2015 soll im gesamten Stadtgebiet das mittlerweile fast vier Jahre alte Lkw-Routennetz aktualisiert werden, das Fahrverbote für Schwerlastverkehr regelt und Empfehlungen für die Navigation von Lkw ausspricht. Ziel: Die Nutzung des innerörtlichen Straßennetzes durch Schwerlastverkehr soll auf
das Unvermeidliche beschränkt werden. „Wichtig ist uns dabei, dass es nicht bei Empfehlungen bleibt, sondern dass die benannten Straßen tatsächlich auch mit Verbotsschildern ausgestattet werden, die auf ganztägig geltende Durchfahrtverbot hinweisen“, sagt Auffahrt. Dass der Anlieger- und Lieferverkehr von diesem Verbot ausgenommen sei, verstehe sich von selbst.

„Insgesamt passt die geplante Anpassung des Lkw-Routennetzes gut zu unserem Konzept zur Gesamtentlastung des Stadtbezirks von Verkehrslärm, der einen möglichen OWIIIa-Ausbau überflüssig machen wird", so Dr. Gerhard Sickert, Brackeler Bezirksvertreter für DIE LINKE. Daher erachte man auch ein generelles Lkw-Verbot mit Ausnahme des Anliegerverkehrs der Geschäfte für den Hellwegzug in Asseln und Wickede als sinnvoll.

„Das wäre locker machbar. Die Anwohner würde die Lärmentlastung freuen. Aber da will die rot-grüne Landesregierung wohl nicht ran, um den Leidensdruck auf die Bevölkerung als Begründung für den OWIIIa-Weiterbau aufrechtzuerhalten“, erklärte der Wambeler Ratsvertreter Carsten Klink (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN).

SPD und Grüne hatten den OWIIIa-Ausbau 2011 auf die Prioritätenliste des Landes NRW gesetzt.