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Klaus Hartmann
Wilhelm Auffahrt, sachkundiger Bürger der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN

Claudia Behlau

Ablehnende Haltung zum Wohnbaugebiet Wickede-West bleibt

Die Entscheidung ist am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen gefallen. Der Stadtteil Wickede bekommt ein neues Wohngebiet. In Wickede-West, am Ende der Eichwaldstraße. Voraussichtlich 150 Wohneinheiten in Einfamilienhäusern und hochwertigem Geschossbau. Die Fraktion DIE LINKE & PIRATEN lehnt dieses Bauvorhaben jedoch weiterhin ab.

Doch die Umweltbedenken der Linken & Piraten, aber auch der Grünen, ließ die Mehrheit im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen nicht gelten. Wilhelm Auffahrt, der die Linken & Piraten im Ausschuss für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen vertritt, ist der Meinung, dass seine Fraktion nach wie vor stichhaltige Argumente gegen eine Bebauung dieser landwirtschaftlich genutzten Flächen hat: „Das geplante  Wohngebiet grenzt nicht nur direkt an ein Landschaftsschutzgebiet und hat damit hohen Erholungswert. Wegen des extrem hohen Grundwassers besteht auch die Gefahr, dass die Neu-Wickeder bei einem Starkregenereignis nasse Füße in ihrem neuen Zuhause bekommen.“

Linke, Piraten und Grüne stehen mit ihrer Meinung nicht alleine da. Die geplante Bebauung wird nicht nur in der Wickeder Bevölkerung heftig diskutiert. Eingeschaltet haben sich auch diverse Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände. Sie wollen der Öffentlichkeit in Kürze vielfältige Gründe vortragen, die gegen eine Bebauung in Wickede-West sprechen.

Die Linken vertreten diese Argumente bereits seit 14 Jahren. So lange schon gibt es die Pläne der Stadt, ihre Flächen an dieser Stelle zu vermarkten. „Und ich befürchte zudem, dass viele der potenziellen Kauf-Interessenten gar nicht wissen, dass künftig die Verlängerung der OWIIIA fast durch ihre Vorgärten führen könnte“, ergänzt Auffahrt.

Darüber hinaus haben die Linken und Piraten große Probleme damit, dass die SPD und CDU in Wickede am liebsten ausschließlich Besserverdienende in Wickede-West ansiedeln möchten – obwohl in jedem Dortmunder Neubaugebiet 25 Prozent sozial geförderter Wohnungsbau verbindlich vorgeschrieben sind. Im Moment prüft die Verwaltung, ob in Wickede-West – wie von den Bezirksvertretern gewünscht – auf diese 25 Prozent verzichtet überhaupt werden darf.

Wilhelm Auffahrt: „Unsere Fraktion spricht sich zwar gegen jede Form der Bebauung auf dieser Fläche in Wickede-West aus. Aber wenn trotzdem gebaut wird, soll doch bitte auch unsere eigene Bevölkerung profitieren. Der Wohnungsmarkt in unserer Stadt ist dicht. Die Dortmunder – auch die Senioren mit kleiner Rente –, die dringend eine günstige Wohnung in ihrer Heimatstadt suchen, dürfen nicht vergessen werden. 50 Prozent aller Dortmunder haben einen Wohnberechtigungsschein oder einen Anspruch darauf. Da ist es sozial unverantwortlich, ausschließlich Besserverdienenden aus dem Umland Bauland anzubieten, um schnellstmöglich die Einwohnermarke von 600.000 zu knacken.“