6. April 2012 Dr. Christian Tödt

Kritik an Polizeiübergriff

Dr. Christian Tödt

Dr. Christian Tödt, Kreissprecher der Linken und Leitender Arzt im Gemeinschaftskrankenhaus Witten-Herdecke, kritisiert den Übergriff der Polizei gegenüber einer Gedenkveranstaltung für den von Nazis in der Kampstrasse ermordeten Thomas Schulz. Tödt tritt im Wahlkreis 111 als Direktkandidat zur Landtagswahl an.

„Das die Freunde des Ermordeten einen geeigneten Ort suchen, an dem sie Kerzen aufstellen können, kann man ihnen nicht verdenken. Das dann von Seiten der Polizei mit aller Härte gegen Trauernde vorgegangen wird, ist nicht zu verstehen. Ebenfalls unverständlich ist, dass immer noch keine Gedenktafel für den Verstorbenen angebracht wurde, obwohl es seit Jahren dazu einen Beschluss der Bezirksvertretung gibt. Der Orientierungslosigkeit hinsichtlich eines geeigneten Ortes zum Aufstellen von Kerzen oder dem Niederlegen von Trauerkränzen wäre damit leicht abzuhelfen,“ so Dr. Tödt.

Besondere Kritik erregt bei den Linken erneut der Einsatz von Pfefferspray. „Auf dem im Internet stehendem Video ist deutlich zu sehen, dass der Einsatz dieser chemischen Waffe leichtsinnig erfolgt. Angesichts mehrerer Todesfälle durch Pfeffersprayeinsätze in den letzten Jahren ist überhaupt nicht zu verstehen, dass die Beamten hier offenbar keinerlei Sensibilität an den Tag legen. Sogar zufällig vorbeigehende Passanten werden hier offenbar in Mitleidenschaft durch diese Waffen gezogen“, meint der Mediziner Christian Tödt.