2. Dezember 2011 Hannes Fischer

Das goldene U – ein Mahnmal für verfehlte Stadtpolitik

Hannes Fischer

DIE LINKE weigert sich die wiederholte Kostenexplosion beim U-Turm mitzutragen.

DIE LINKE kritisiert vor allem, dass die bis jetzt anfallenden Kosten, einschließlich der nun bekannten Betriebskosten, in gar keinem Verhältnis zum Haushalt der Stadt stehen. Gerade eine Kommune wie Dortmund hat wesentlich wichtigere Aufgaben, besonders im sozialen Bereich. Zudem kann die Einrichtung des Dortmunder „U“ kulturell nicht das halten, was es zu versprechen versucht. Die überregionalen Medien haben dies längst ebenfalls festgestellt.

Besonders erschreckend ist die Konzeptionslosigkeit, mit der das „U“ betrieben wird, meint Hannes Fischer, Sprecher der Linken im Kulturausschuss: „Es ist einfach nur beschämend, wie wenig die Verantwortlichen in der Lage sind, ein derartiges Kulturprojekt auf die Beine zu stellen. Betriebswirtschaftlich wie kulturpolitisch ist aber eine exakte Planung mit klaren Aussagen nicht zu erkennen. Es ist zu befürchten, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist“. Die lauwarmen Erklärungsversuche des Kämmerers und das mittlerweile schon typische Gebaren der Rats-SPD: „Die Zahlen sind ja erschreckend, aber das müssen wir jetzt durch“, kann sich die Stadt einfach nicht mehr leisten.

„Wir haben es ja schon immer gewusst.“ Diese Feststellung klingt zwar platt, trifft aber zu, erregt sich Utz Kowalewski, Fraktionsvorsitzender der Linken im Rat der Stadt. „Wir haben von Beginn an auf die Gefahren dieses konzeptionslosen Unternehmens hingewiesen und haben der Stadt und den Verantwortlichen immer wieder die steigenden Kosten vor Augen geführt. Alle anderen Fraktione haben die Kostensteigerungen des U-Turms von Beginn an immer wieder durchgewunken.“