Nach der Auswertung der konstituierenden Sitzung der Bezirksvertretung Brackel kommt die Bezirksgruppe Dortmund-Ost der Linken zum Ergebnis, dass es mit Hannes Fischer nur noch einen einzigen Parlamentarier in der BV-Brackel gibt, der Oppositionsarbeit leistet. Dies machen die Linken vor allem an drei Abstimmungen fest.
1) Bei der Wahl der Bezirksbürgermeister einigten sich SPD, CDU und Grüne auf eine gemeinsame Listenaufstellung. Dies macht man normalerweise nur dann, wenn man sich auch in einer Koalition befindet.
2) CDU, SPD und Grüne stimmten vorbehaltlos allen Streichplänen der Kämmerei zu und nickten den Haushaltsvorschlag ab. Diese Abstimmung stößt bei den Linken auf Unverständnis: In den Ratsausschüssen wurde bislang eine Debatte abgelehnt, weil noch keine belastbaren Aussagen der Kämmerei vorlagen. Die BV Hörde hat einstimmig den Haushaltsvorschlag wegen der darin enthaltenen Widersprüche abgelehnt.
3) Einig waren sich Grüne, CDU und SPD auch dabei das Brackeler Hallenbad privatisieren zu wollen. Hier steht die Linke in deutlicher Opposition zu allen anderen Parteien in der BV. Privatisierung führt immer zu Leistungsabbau oder zu höhen Preisen. Als Beispiel führen die Linken das privatisierte Hallenbad Scharnhorst an: Trotz des schönen Wetters ist das Bad derzeit geschlossen, weil die Baumaßnahmen nicht vom Fleck kommen. Und das privatisierte Freibad Unna-Massen sei vom Betreiber sogar dauerhaft geschlossen worden.