8. Juli 2011 Nursen Konak

Bürgerdienste: Kleinräumige Versorgung unverzichtbar

Für kontraproduktiv hält die Ratsfraktion DIE LINKE die neu aufgelegte Diskussion zur Reduzierung der Dortmunder Bezirke und örtlichen Verwaltungsstellen. „Angesichts einer zunehmend alternden Gesellschaft halten wir eine möglichst kleinräumige Versorgung mit Bürgerdiensten für unverzichtbar“, erklärt Nursen Konak, Sprecherin der Fraktion. Plänen zur Zusammenlegung der Bezirke werde DIE LINKE im politischen Beirat eine Absage erteilen.

Nursen Konak erinnert daran, dass sich der Service in den Bezirksverwaltungsstellen bereits in jüngster Vergangenheit deutlich verschlechtert habe. So habe unter der Einführung so genannter Front- und Back-Offices die individuelle Beratung und Betreuung der Besucher/innen gelitten. Zudem seien die Öffnungszeiten drastisch beschnitten worden. Die Schließung ganzer Standorte folge der Logik dieser Einsparungen, die nicht zu den Bedürfnissen der Menschen in den Stadtteilen passt. „Gerade in der Peripherie leben die älteren Dortmunderinnen und Dortmunder. Ihnen nun auch noch längere Anfahrten zuzumuten, ist Irrsinn, zumal sich am höheren Durchschnittsalter der Menschen außerhalb der Innenstadt nichts ändern wird.“

Zudem ließen die vorliegenden Reduzierungspläne die gewachsenen Strukturen der Stadtbezirke völlig außer Acht. Das gelte auch für den Plan von Herrn Mader aus Aplerbeck, der zehn statt zwölf Dortmunder Bezirke vorsieht. „Die Innenstadt-West reicht da von Deusen bis zu den Westfalenhallen. Dieser Zuschnitt passt weder zum Alltag der hier lebenden Menschen, noch zu denen, die in der Bezirksvertretung über die lokalen Geschicke entscheiden“, kritisiert Nursen Konak. „Angesichts der Tatsache, dass sich auch das Einsparpotenzial dieser Lösung in Grenzen hält, gibt es keinen Grund für DIE LINKE, dem zuzustimmen.“