3. November 2011 Utz Kowalewski

L663n bringt keine Hellwegentlastung

Infostand in Wickede

Das Hauptargument der Wickeder SPD, dass ein Weiterbau der L663n (OWIIIa ) den Asselner und Wickeder Hellweg von Verkehren aus Unna entlasten würde, lässt DIE LINKE nicht gelten. „Wenn ich auf dem Wickeder Hellweg nach Kennzeichen aus Unna Ausschau halte sehe ich da so gut wie nichts. Die Verkehre entstehen vielmehr, weil die Wickeder und Asselner Anwohner auch mit dem Auto fahren. Und sie werden ihre Wohnungen im jeweiligen Ortskern auch dann noch erreichen wollen, wenn es eine Schnellstrasse im Norden von Wickede und Asseln gibt“, meint Utz Kowalewski, Wickeder Ratsvertreter für DIE LINKE und verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

 

Es würde vielmehr ein umgekehrter Effekt eintreten. Die Anbindung des Logistikzentrums der Westfalenhütte an den Dortmunder Osten bei einem Weiterbau der L663n würde zu einem Anwachsen des LKW-Verkehres durch den gesamten Stadtbezirk Brackel führen. Nach Ansicht der Linken sollten diese aber nicht über eine neue Schnellstrasse durch die letzten großen Freiflächen im Osten geführt werden, sondern über die B236 auf die A2 aufgeleitet werden.

 

„Werden dann noch die Gewerbegebiete im Flughafenbereich entwickelt, werden wir LKW-Suchverkehre von der OWIIIa kommend quer durch Wickede bis zum neuen Gewerbegebiet bekommen. Damit würden neben der Wickeder Strasse auch die Eichwaldstrasse und der Pleckenbrink im Norden belastet, das LKW-Aufkommen auf dem Wickeder Hellweg würde steigen und es würden vermehrt auch LKW-Verkehre über den dann wohl zu öffnenden Steinbrink laufen. Bei der Kombination von L663n und mehr Gewerbeflächen im Süden von Wickede verlieren wir alle, unabhängig davon ob wir mehr im Süden oder mehr im Norden von Wickede wohnen. Das blenden manche Kirchturmspolitiker bisher noch aus, die hoffen an ihrem Wohnort ungeschoren davon zu kommen,“ so Kowalewski weiter.