1. April 2011 Utz Kowalewski

Atompolitischer Kurswechsel in Dortmund

Proteste gegen Atomtransporte in Lünen

Auf Antrag der Frakion DIE LINKE hat der Rat der Stadt Dortmund eine Resolution beschlossen, die die Landesregierung zu einem Atomtransport-Moratorium für NRW auffordert und die Bundesregierung zu einem sofortigem Atomausstieg. Außerdem soll sich auch die Dortmunder Verwaltungsspitze zusammen mit den Nachbarkommunen für ein Ende der Transporte von radioaktivem Uranhexafluorid zur Urananreicherungsanlage nach Gronau einsetzen. Hintergrund für das Ansinnen der Linken sind die Urantransporte über die Bahntrasse im benachbarten Lünen, dicht an der Stadtgrenze zu Dortmund. Der Betreiber der Urananreicherungsanlage im Münsterland mußte erst kürzlich zugeben, dass er auch den Betreiber der Katastrophenreaktoren in Fukushima (Japan) beliefert hatte. Auf Nachfrage der Linken erklärte Ulrich Sierau, dass er gerne bereit sei sich als Oberbürgermeister für ein Ende der Transporte zu verwenden. Sein Vorgänger Langemeyer hatte die identische Frage der Linken im Jahre 2007 noch mit „nein“ beantwortet.