4. Mai 2011 Utz Kowalewski

Guten Journalismus gibt es nicht zum Nulltarif

Schreibmaschine

Schreibmaschinen stehen still: Journalisten im Ausstand.

Die Dortmunder Ratsfraktion DIE LINKE solidarisiert sich mit den warnstreikenden Journalistinnen und Journalisten und unterstützt ihre Forderung nach höheren Löhnen und Honoraren. „Unsere Gesellschaft ist angewiesen auf die Arbeit unabhängiger Presseleute, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und für ihre Arbeit die hierfür nötigen Bedingungen brauchen“, erklärt Utz Kowalewski, Sprecher der Fraktion. „Dazu gehört auch eine angemessene Bezahlung, die übrigens auch mit den geforderten vier Prozent noch längst nicht für alle Kolleginnen und Kollegen gegeben ist.“

Insbesondere der Nachwuchs in den Redaktionen erlebe bereits zu lange eine Entlohnung auf niedrigstem Niveau, moniert Kowalewski. Vor allem gelte das für freie Mitarbeiter: „Ihre Honorare verdienen diesen Namen nicht. Das von den Verlagen gezahlte Zeilengeld ist höchstens eine Aufwandsentschädigung, aber ganz bestimmt keine leistungsgerechte Bezahlung. Jede Anhebung ihrer Löhne ist überfällig. Deshalb unterstützen wir die Journalistinnen und Journalisten im Ausstand.“ Gegenwärtig sitzen Vertreter von Verdi, dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) sowie den Arbeitgebern aus dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in Dortmund in einer vierten Verhandlungsrunde.