Die Stadt Dortmund ist nach einer Abstimmung im Umweltausschuss beauftragt, eine Aufhebung der Genehmigung für die geplanten Übungsflüge der britischen Luftwaffe zu fordern. Das hat die Fraktion DIE LINKE mit einem Antrag durchgesetzt. Das Bundesverteidigungsministerium hatte zuvor der Royal Air Force für die Sommermonate nächtliche Trainings mit Apache-Kampfhubschraubern über der Stadt erlaubt.
Dortmund sei kein Truppenübungsplatz, hatte Utz Kowalewski im Ausschuss argumentiert und einen Fragenkatalog an die Stadt gerichtet. Er betraf zum einen das Unfallrisiko und die zu erwartende Lärmbelästigung durch die Flüge. Zum anderen wies die Fraktion DIE LINKE darin auf rund 1500 Menschen mit Kriegstrauma hin, die in Dortmund unter anderem in den Flüchtlings- und Asyleinrichtungen lebten. Ihnen seien die geplanten Militärübungen nicht zuzumuten, meinte Kowalewski. Grüne und SPD schlossen sich dem an. Nun muss die Stadt beim Bundesverteidigungsministerium gegen die Nachtflüge intervenieren. Darüberhinaus soll sieauch Kontakt zum britischen Militär aufnehmen, um auf die Wünsche der Dortmunder Politik hinzuweisen.