Die seit über einem Jahr insolvente Elisabeth-Klinik in Dortmund-Aplerbeck wird am 1. Dezember 2009 vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) übernommen.
Die etwa 120 Beschäftigten, die bis zur Insolvenz Mitte 2008 bei einem privaten Träger, den E & V-Fachkliniken/Senator-Gruppe, die in Dortmund einige Altenheime betreiben, angestellt waren, gehen damit in den öffentlichen Dienst über.
Der LWL ist ein kommunaler Zweckverband, der den überwiegenden Teil der psychiatrischen Versorgung in Westfalen-Lippe abdeckt. Die LINKE.Dortmund begrüßt es daher, dass die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in Dortmund, die bisher in der Elisabeth-Klinik gewinnorientiert betrieben wurde,
in die öffentliche Hand übergeht und nicht an einen privaten Interessenten verkauft wurde.
"Ebenso wichtig ist es aber auch, dass die Beschäftigten weiterhin in geregelten tariflichen Rahmenbedingungen angestellt sind und einen Tarifvertrag mit ver.di haben.", so Rainer Wisnewski, Mitglied des Vorstandes der Dortmunder LINKEN.
Schon während der Insolvenzphase haben sie auf Einkommensbestandteile verzichtet . Deshalb ist eine Überleitung von einem Tarifwerk ins andere notwendig und unabdingbar, damit sie auch ohne gravierende Verluste in das neue Tarifwerk überführt werden können. Die LINKE.Dortmund unterstützt daher die Forderdung der Kolleginnen und Kollegen der Elisabeth-Klinik,
den Übergang des Personals in den LWL durch einen Tarifvertrag mit ver.di abzusichern.
Bislang lehnt der LWL dies jedoch ab. Das jedoch könnte im Ergebnis zu Lohneinbußen von bis zu 1.000 € bei einzelnen Beschäftigten führen. Für die LINKE ist ein derartiges Verhalten eines öffentlichen und tarifgebundenen Arbeitgebers unredlich. Denn das könnte auch dazu führen, dass gerade die hochqualifizierten Fachkräfte aus der Klinik abwandern und die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in Dortmund dadurch Schaden nimmt.