Der Dortmunder Umweltausschuss hat beschlossen, dass die Stadt auf die Berufsgenossenschaft einwirken soll, auch die Mitarbeiter der Logistikbetriebe im Anlieferverkehr von Envio auf PCB im Blut untersuchen zu lassen. Darauf einigten sich gestern Abend SPD, Grüne und Linke. Die Initiative der Linksfraktion kam damit nach einem Dreivierteljahr Vorlauf doch noch zu einer Beschlussfassung im Sinne weiterer möglicher Betroffener.
Der Antrag der Umweltpolitiker der Linksfraktion war zu einem früheren Zeitpunkt bereits schon einmal im Ausschuss abgelehnt worden. Aufgrund von Untersuchungsergebnissen des Uniklinikums Aachen, das leicht erhöhte PCB-Belastungen bei mehreren LKW-Fahrern nachweisen konnte, setzte die Linksfraktion den Antrag erneut auf die Tagesordnung und hatte Erfolg.
„Nun kommt es darauf an, dass auch die Berufsgenossenschaften mitziehen. Jeder Arbeitnehmer, der durch den bundesweit größten PCB-Skandal der letzten Jahrzehnte Belastungen aufweist, sollte auch die Chance auf eine Nachsorge erhalten. Dazu bedarf es aber zunächst einer konsequenten und umfassenden Diagnostik“, meint Utz Kowalewski, Sprecher der Linken im Umweltausschuss.