12. Februar 2010 Utz Kowalewski

Linke fordert Entschuldigung für Nazivergleich

Helmut Manz ist für ein Sozialticket

Helmut Manz ist für ein Sozialticket

Die Wogen um das Sozialticket schlagen immer höher. Während die Betroffenen, allen voran das Dortmunder Sozialforum, energisch mit immer neuen Aktionen gegen die unsoziale Preisverdoppelung durch SPD und CDU protestieren, verschanzen sich die Verantwortlichen hinter Rhetorik. Dabei kam es durch den Vorsitzenden des Sozialausschusses Michael Taranczewski (SPD) am Donnerstag zur der verbalen Entgleisung, dass die Linken in Dortmund Nazimethoden anwendeten. Taranczewski bezog sich darauf, dass auch der OB-Kandidat der Linken Helmut Manz sich an der Protestaktion gegen die letztliche Abschaffung des Sozialtickets in Dortmund beteiligt hatte, bei der das Abstimmungsverhalten der Ratsvertreter in der Bürgerhalle veröffentlicht wurde. DIE LINKE fordert ebenso wie das Sozialforum und der DGB eine Übergangslösung für das alte Sozialticket bis zur Einführung des von den Grünen und der CDU versprochenen VRR-weiten Tickets.

Wegen des Nazivergleich fordert die Fraktion DIE LINKE nun eine Entschuldigung von Taranczewski. „Derartige Vergleiche sind überhaupt nicht hinnehmbar. Wer faktisch sozialen Protest und den Holocaust in einem Atemzug als gleichwertig gegenüberstellt, hat so einiges nicht begriffen. Herr Taranczewski sollte sich überlegen, ob er nach dieser Entgleisung weiterhin den Vorsitz im Sozialausschuss führen kann“, meint Utz Kowalewski, der stellv. Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE.

"Der Versuch von Herrn Taranczewski, sich als Opfer von "Nazimethoden" hochzustilisieren, bloß weil ihm sein eigenes Abstimmungsverhalten im Sozialausschuss peinlich ist, ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten," ergänzt auch Helmut Manz, der sich an der Aktion beteiligte.