Nachdem der frühere Chef der Dortmunder Feuerwehr Klaus Schäfer an einer Demo der Nazis teilgenommen hatte, sieht die Fraktion DIE LINKE auch frühere Aussagen von Schäfer in einem neuen Licht. „Wir hatten in einer Anfrage an die Verwaltung im Jahr 2006 nachgefragt inwieweit durch die Transporte von radioaktivem Uranhexafluorid eine Gefährdung für die Dortmunder Bevölkerung ausgehe“, so Utz Kowalewski, Sprecher der Linken im Umweltausschuss des Rates.
Der Ortsteil Brechten liege immerhin nur 4 km Luftlinie von der Bahntrasse entfernt, die von der Atomindustrie für Transporte zur in Deutschland derzeit einzigen Uranreicherungsanlage im münsterländischem Gronau genutzt wird. Die Antwort von Ex-OB Dr. Gerhard Langemeyer stützte sich maßgeblich auf die Aussagen von Klaus Schäfer, der sich nun trotz seines SPD-Parteibuches als Sympatisiant von Neonazis geoutet hat. „Auch die damalige Verharmlosung des gefährlichen Uranhexafluorids durch den Feuerwehrchef ist vermutlich politisch motiviert und Resultat seiner lebensfeindlichen politischen Einstellung. Langemeyer hatte aufgrund der Aussagen von Schäfer geantwortet, sich nicht für ein Ende der Atomtransporte an den Dortmunder Stadtgrenzen einsetzen zu wollen“, so Kowalewski.