Auf Antrag der Fraktion DIE LINKE hat der Rat der Stadt die Verwaltung aufgefordert alle Mittel zu Nutzen um sowohl den handelnden Personen im bundesweit größtem PCB-Skandal, als auch der Envio AG als juristischer Person, dauerhaft die Erlaubnis zu entziehen in Dortmund ein Gewerbe betreiben zu dürfen. „Uns war es wichtig denjenigen Kräften in der Stadtverwaltung politische Rückendeckung zu geben, die gegen Envio vorgehen wollen. Außerdem möchten wir verhindern, das Neupert, Harks und Hanke einfach mit neuem Firmennamen weiter machen“, erläutert Utz Kowalewski, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat.
Einen Antrag der Linken das Rechtsamt mit einer Prüfung zu beauftragen, ob und wie das Firmenvermögen von Envio sichergestellt werden kann um damit einen Opferentschädigungsfonds einzurichten, hat der Rat allerdings abgelehnt. Hintergrund des Antrages ist der Versuch der Envioleitung bereits jetzt Teile des Firmenvermögens vor Regressansprüchen in Sicherheit zu bringen. Dazu dient nach Ansicht der Linken unter anderem die Ausgründung der Biogassparte Bebra aus der Gesellschaft unter Enviochef Dirk Neupert, sowie die Beteiligungsgesellschaften im deutschsprachigen Ausland. „Herr Neupert wird sich jetzt allerdings einen Strohmann suchen müssen, denn auch mit Bebra wird er in Dortmund nach dem Ratsbeschluss nicht mehr weiter lange machen dürfen“, hofft Utz Kowalewski.