9. Juli 2010

DIE LINKE kritisiert Stellenstreichungen

Dr. Petra Tautorat

Dr. Petra Tautorat

Mit dem neuen Stellenplan und dem Sparhaushalt 2010 hat der Dortmunder Stadtrat beschlossen 400 Stellen in der Stadtverwaltung nicht mehr zu besetzen. 80 Stellen werden sogar ganz aus dem Stellenplan gestrichen. „Besonders ärgert uns, dass die Stadt sogar die Ausbildungsplätze auf nur noch 60 Azubis zusammen gestrichen hat. Das ist hinsichtlich der Zukunft unserer Jugend verantwortungslos,“ meint Dr. Petra Tautorat, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Personalausschuss des Rates. Ein Antrag der Linken die vom DGB geforderte Ausbildungsquote von 7 % der Belegschaftgröße (=230 Azubis) umzusetzen, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt.

Tatsächlich ist die Stadtverwaltung überaltert und leidet zusätzlich unter einer enormen Arbeitsverdichtung. Rund 270 Mitarbeiter scheiden jedes Jahr altersbedingt aus. „Hier nur wenige junge Menschen auszubilden, die die frei werdenden Stellen besetzen könnten, wird sich in einigen Jahren noch bitter rächen und die Leistungsfähigkeit der Verwaltung auf eine harte Probe stellen,“ so Dr. Tautorat. Die Fraktion DIE LINKE fordert die Vorlage eines langfristigen Personalentwicklungskonzeptes. Derartiges läge dem Rat bislang nicht vor.

„Es kann nicht sein, dass in einer so wichtigen Frage quasi in den Tag hinein gelebt wird, der Kontakt zu den Mitarbeitern und ihrer Personalvertretung beginnt abzureißen, während der Oberbürgermeister sich selbst zum Personaldezernenten ernennt und gegen den Willen aller Ratsfraktionen mit Herrn Plätz einen Amtsleiter im Personalamt einsetzt, der erklärtermaßen nicht das Vertrauen der Angestellten genießt“, kritisiert Dr. Petra Tautorat die derzeitige Personalpolitik.