Mit drei Anträgen zur Entwicklung des Stadtteils Wickede gehen die Linken in die nächste Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen. Den Schutz des größten Freiraumes im Dortmunder Osten zwischen Husen-Kurl und Asseln/Wickede möchten die Linken mit der Ausweitung des Naturschutzgebietes Wickeder Ostholz erreichen. Der 2007 wiederentstandene Pleckenbrinksee soll daher dem Naturschutzgebiet zugeschlagen werden. „Es ist schon bemerkenswert wie innerhalb weniger Jahre ein wertvolles Biotop entsteht, in dem sich zahlreiche Rote Liste-Arten der Vogelwelt angesiedelt haben. Hier gibt es eine klare Schutzwürdigkeit“, freut sich der Biologe und Sprecher der Linken im Ausschuss Utz Kowalewski. Für das gleiche Gebiet möchten die Linken eine Abkehr von der Idee des Schnellstrassenbaus OWIIIa. „Die Idee einer weiteren Schnellstrasse im Norden von Wickede und Asseln läuft der Idee des Freiraumschutzes zuwider. Wickede und Asseln würden so in einen Autobahnring eingeschnürt und mit weiteren Verkehren, insbesondere auch LKW-Verkehr von der A1 kommend, zusätzlich belastet. Darüberhinaus würde auch weiterer Verkehr in Richtung des völlig überlasteten Borsigplatzes gelenkt,“ meint Kowalewski.
Auch das Thema LEG-Siedlung hat DIE LINKE nicht aus dem Auge verloren. „Wir haben im Kommunalwahlkampf 2009 ebenso wie die SPD versprochen, dass wir das Thema Vorkaufsrecht für die Wickeder Großsiedlung im Rat thematisieren werden und dieses Versprechen halten wir. Wir sind gespannt, wie sich die SPD-Fraktion im Ausschuss zur Einführung eines Vorkaufsrechtes verhalten wird, zumal mit der Einführung keine Kosten verbunden sind“, so das Wickeder Ratsmitglied Utz Kowalewski. Die LEG war nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die CDU/FDP Landesregierung an internationale Finanzhaie wie Whitehall, Cerberus und Vendetta verkauft worden. Seitdem wird in den Dortmunder Bestand nur noch wenig investiert. Auf einer Kundgebung des Mietervereins am Polliusweg im Wahlkampf 2009 hatte seinerzeit neben den Linken auch die SPD in Person der Landtagsabgeordneten Gerda Kieninger versprochen, sich für ein kommunales Vorkaufrecht stark zu machen.