In Dortmund bleiben auch Dienstag und Mittwoch die städtischen Kindertageseinrichtungen weiterhin geschlossen. "Die Einkommen von Beschäftigten in Kitas sind bei weitem zu niedrig für den häufig anstrengenden Arbeitsalltag“, kritisiert die kinderpolitische Sprecherin der LINKEN Kirsten Senkel-Meier. „Zu hoch sind die Arbeitsbelastungen und zu schlecht die Personalschlüssel. Insgesamt haben sich die Arbeitsbedingungen in den Kitas in den letzten Jahren massiv verschlechtert, was sich auf Kinder wie auf Beschäftigte und deren Gesundheit auswirkt. Deshalb ist der Streik nur zu begrüßen.“
„DIE LINKE erklärt den Demonstrierenden und Streikenden ihre Solidarität und Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Forderungen. Trotz der vollmundigen Versprechungen unserer FamilienpolitikerInnen, die Kinderbetreuungsstrukturen in Deutschland auf einen besseren Stand zu bringen, droht zunehmend eine Schmalspurverwahrung unserer Kinder zwecks Kostenersparnis in den Kitas", so Kirsten Senkel-Meier weiter.
Auch das 2008 in Kraft getretene Kinderbildungsgesetz (KiBiZ) habe die Rahmenbedingungen in vielen Kitas verschärft, statt sie zu verbessern. Senkel-Meier abschließend: „DIE LINKE fordert deshalb eine Abkehr vom KiBiZ, die Rückführung von FABIDO ins Jugendamt der Stadt Dortmund, einen besseren Verdienst für die Erzieherinnen und Erzieher und eine bedarfsgerechte Personalausstattung der KiTas.“