30. Mai 2009 Utz Kowalewski

Linke fordert PCB-Sanierung

Strukturformel von PCB

Strukturformel von PCB

Dortmund. Nach der Ermittlung des Verursachers der PCB-Belastung im Grünkohl der Gartenanlage Hafenwiese durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) fordert DIE LINKE die unverzügliche Sanierung der als Ursache vermuteten Industriebrache. „Zu langes Warten gefährdet nur unnötig die Gesundheit von Anwohnern und Mitarbeitern auf dem Gelände,“ meint Utz Kowalewski, Biologe und Kreissprecher von DIE LINKE. Unter dem Begriff PCB sind giftige und krebsauslösende chemische Chlorverbindungen zusammen gefasst, deren Einsatz seit der Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten sind. Die vom LANUV empfohlenen Sofortmaßnahmen wie eine Geschwindigkeitsreduzierung und Befeuchten des Geländes, sowie die Einleitung genauerer Untersuchungen, werden von den Linken begrüßt.

Derzeit wird die fragliche Brache Ecke Schäferstraße/Kanalstraße von der Container-Terminal Dortmund GmbH genutzt. Vorher war das Grundstück der Firmensitz von Nico-Metall. „An den Kosten für eine Bodensanierung sollten, soweit dies noch möglich ist, die Verursacher beteiligt werden. Es kann nicht angehen, dass nun der Steuerzahler für die Altlasten privater Unternehmen geradestehen muss. PCB ist hochgiftiger Sondermüll dessen Entsorgung hätte bezahlt werden müssen,“ so Kowalewski.