15. März 2009 Fabian Bünnemann

Weg mit Schulsponsoring, Rot-Grün gehört abgewählt!

„Es ist wohl ein Irrtum, dass die Unternehmen unbedingt an den Schulen ihr Sponsoring platzieren wollen“, so Fabian Bünnemann, schulpolitischer Sprecher von DIE LINKE. Dortmund. Aus einer aktuellen Antwort der Stadt Dortmund gehe hervor, dass sich in den vergangenen zwei Jahren kein einziges Unternehmen mit dem Wunsch nach einer Bildungspartnerschaft an die Stadt gewendet habe. In der gleichen Zeit seien aber 40 Bildungspartnerschaften abgeschlossen worden.

Für Bünnemann ist Schulsponsoring daher ein politisches Projekt: „Wenn nicht die Unternehmen und nicht die Schulen das Sponsoring wollen, bleiben nur noch die politischen Entscheidungsträger. Jedes einzelne Sponsoring muss von der Stadt als Schulträgerin genehmigt werden. Und jede einzelne von Rot-Grün genehmigte Sponsoringmaßnahme ist für uns ein Skandal: Während die öffentliche Hand sich immer weiter aus der Bildungsfinanzierung zurückzieht, sollen Privatunternehmen dafür einspringen – Werbung an den Schulen eingeschlossen!“Petra Tautorat, Mitglied der LINKEN und auf Platz 3 der Ratsliste, ergänzt: „DIE LINKE steht für den Politikwechsel. SPD und Grüne, die Schulsponsoring aktiv befördern und damit Bildung zur Ware machen, gehören abgewählt!“ Schulsponsoring könne keine Lösung für das Bildungssystem sein. Tautorat fordert stattdessen: „Wir wollen ein einheitliches, kostenfreies und ausreichend staatlich finanziertes Bildungssystem. Dieses würde die Chancengleichheit sichern und zur Überwindung gesellschaftlicher Unterschiede beitragen."