23. März 2009 Fabian Bünnemann

LINKE: CDU bleibt in der Vergangenheit zurück!

Zu den Äußerungen von Walter Knieling (CDU) erklärt Fabian Bünnemann, schulpolitischer Sprecher DIE LINKE. Dortmund: "Das Bildungssystem als "Markt" zu sehen zeigt wieder einmal die ideologische Verbohrtheit von Herrn Knieling. Mit Blick auf die Finanzkrise sollte Knieling mittlerweile erkannt haben, dass der Markt gescheitert ist. Die Zukunft der Schülerinnen und Schüler der Konkurrenz- und Wettbewerbslogik auszusetzen ist nur eins, nämlich verantwortungslos!"

Hannes Fischer, Vertreter der LINKEN im Schulausschuss, kritisiert: "Die Hauptschule steht für eine bildungspolitische Sackgasse und für ein bildungspolitisches Auslaufmodell, nämlich für das mehrgliedrige Schulsystem. Dies ist ein Selektionssystem, mit dem viele junge Menschen schon frühzeitig ins Abseits gestellt werden. Damit sinken die Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen dieser Kinder drastisch." Auch die CDU müsse irgendwann mal erkennen, dass das mehrgliedrige Schulsystem gescheitert sei. "Aber Herr Knieling hat in Dortmund nichts anderes zu tun, als das Ziel der Landesregierung, die Stärkung der Hauptschulen, weiter zu verfolgen." Fischer fordert stattdessen: "Wir wollen ein integratives Schulsystem. Mit der Mehrgliederung, die Hauptschüler aufs Abstellgleis schiebt, muss Schluss sein. Wer die Situation der Schüler verbessern will, muss ein Bildungssystem verlassen, das Kinder mit durchschnittlich 10 Jahren in Schubladen steckt, aus denen sie nicht mehr herauskommen."