3. März 2009

Kowalewski attackiert Pohlmann: Sündenbockmentalität

Utz Kowalewski

Utz Kowalewski

Utz Kowalewski, Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE für die Wahlen zum Stadtrat, hat den gemeinsamen OB-Kandidaten von CDU und FDP, Joachim Pohlmann, wegen seiner Äußerungen zur „gescheiterten Integration der Migranten“ scharf kritisiert. „Wenn Herr Pohlmann meint, dass es Schuld der Migranten sei, wenn die Sicherheitslage in Dortmund an einigen Standorten nicht gut sei, ist dies Ausdruck einer klassischen Sündenbockmentalität. Herr Pohlmann sollte sich bei den Migrantinnen und Migranten in Dortmund entschuldigen“, so Kowalewski.

MigrantInnen seinen vielmehr ebenso Opfer einer verfehlten Sozial- und Arbeitsmarktpolitik wie Menschen deutscher Herkunft, die auf die sozialen Sicherungssysteme angewiesen seien oder von Minijobs leben müssten. Dafür trüge auch die CDU sowohl in der Bundesregierung, als auch in der Landesregierung eine Mitverantwortung.

Natürlich habe die SPD in Dortmund viele stadtpolitische Fehler gemacht, die dazu geführt haben, dass sich in Dortmund soziale Brennpunkte herausgebildet hätten. In einigen dieser Brennpunkte sei auch die Zahl der Migrantinnen und Migranten besonders hoch. In anderen Gebieten wie z.B. in Wickede und Asseln würden aber ebenfalls Schaufensterscheiben von Geschäften eingeworfen – hier gibt es aber Migrantenanteile die unterhalb des Stadtdurchschnitts liegen, so Kowalewski, der sich auch um das Direktmandat in Wickede bewirbt.
Fazit: Nicht die Herkunft, sondern die soziale Situation gibt den Ausschlag für Sicherheitsprobleme in den sozialen Aktionsräumen. „Dumpfe Sprüche von rechts gegen Migrantinnen und Migranten seien jedenfalls kein hilfreicher Beitrag zur Integration“, so Kowalewski.