17. Juli 2009 Utz Kowalewski

Linke wollen flächendeckend Fraktionsstärke

Bisher war DIE LINKE nur in einigen wenigen Bezirken in den Bezirksvertretungen vertreten, weil mit der PDS eine der beiden Quellparteien im Jahre 2004 Mandate erringen konnte. Dort hatten die Linken durchweg nur Gruppenstatus und damit kein Antragsrecht. Dies soll sich mit der kommenden Kommunalwahl ändern. „Wir wollen in alle Bezirksvertretungen einziehen und dort auch Fraktionsstärke erreichen. Dies ist ab rund 7 % Stimmenanteil der Fall“, so der Geschäftsführer der Linken, Christian Seyda.

Tatsächlich gibt es für die kommenden Kommunalwahlen für DIE LINKE noch keinerlei Erfahrungswerte. Im Vergleich zur alten PDS sind durch die Fusion mit der in Dortmund starken WASG zur Partei DIE LINKE völlig neue Verhältnisse eingekehrt. Vergleiche mit den Kommunalwahlen 2004 hinken daher ebenso wie Vergleiche mit den Bundestagswahlen 2005 und der kürzlichen Europawahl bei der DIE LINKE in Dortmund mit 6,6 % ein beachtliches Ergebnis erzielte. „In den Umfragen der verschiedenen Institute für die Kommunalwahlen schwanken die Ergebnisse um die magische Grenze von 7%. Traditionell schneidet DIE LINKE etwas stärker ab, als Umfragen es prognostizieren, da viele Linke nicht gerne am Telefon Auskunft über ihr Wahlverhalten geben. Wir haben also allen Anlass zur Hoffnung, dass wir dieses Ziel erreichen können. Alles hängt allerdings an der Mobilisierung unserer Wähler, die mit ihrer Stimme erheblichen Einfluss auf das Gesamtergebnis haben werden. Denn am Ende könnte es in so manchem Stadtbezirk für den Fraktionsstatus doch noch eng werden. Für Dortmund wäre es aber wichtig – je mehr Mandate DIE LINKE bekommt, umso sozialer wird Dortmund schließlich,“ fordert Utz Kowalewski, Kreissprecher und Spitzenkandidat für die Ratswahlen am 30. August, die Anhänger der Linken zur Teilnahme an der Wahl auf.