28. Januar 2009 Utz Kowalewski

Kirdorf-Siedlung in Eving umbenennen

DIE LINKE schlägt eine Umbenennung der nach dem Hitler-Förderer Kirdorf benannte Siedlung in Dortmund Eving in Walter-Freitag-Siedlung vor. Freitag war Mitbegründeter der IG Metall in der Nachkriegszeit und für viele Jahre deren Vorsitzender. Damit bleibt der Sinn erhalten die bisherige Kirdorf-Siedlung nach ihrer industriellen Vergangenheit zu benennen. Darüber hinaus ist Freitag aufgrund seiner Haltung zum Nationalsozialismus ein Vorbild – Freitag lehnte es ab, weiterhin unter der Regie der NSDAP in der „deutschen Arbeitsfront“ gewerkschaftlich tätig zu sein und bat um seine Entlassung. Daraufhin wurde er in das Konzentrationslager Neusitrum verschleppt und später ins KZ Lichtenburg verlegt.

„Wir gehen davon aus, dass eine Benennung nach Walter Freitag als von den Nazis verfolgter Sozialdemokrat in Dortmund durchaus mehrheitsfähig sein könnte. Für uns Linken ist seine ablehnende Haltung zum Krieg und der daraus resultierende Beitritt zur USPD im Jahre 1917 ebenso gedenkwürdig, wie seine Zivilcourage als Gewerkschafter zur NS-Zeit“, so Thomas Zweier, gewerkschaftspolitischer Sprecher im Kreisvorstand von DIE LINKE. Dortmund und Vertrauensmann der IG Metall.