19. Februar 2009 Utz Kowalewski

Privatisierung verhindern - Helios kein geeigneter Partner

Klinikum Nord

Klinikum Nord

Die Partei DIE LINKE möchte die Privatisierung des Klinikums Dortmund verhindern. „Nachdem die Stadt Dortmund die städtischen Kliniken zur gGmbH ausgegründet hat, wurde von der öffentlichen Hand durch einen Mangel an Investitionen ein regelrechter Investitionsstau aufgebaut. Dieser soll nun eine Privatisierung und Lohnverzicht und Arbeitsplatzabbau bei den Beschäftigten rechtfertigen“, kritisiert Dr. Christian Tödt diese Ausgründung als durchsichtige Privatisierungsstrategie. DIE LINKE möchte daher die Ausgründung mittelfristig wieder rückgängig machen. Tödt ist gesundheitspolitischer Sprecher im Kreisvorstand von DIE LINKE, Arzt am Klinikum Herdecke, Betriebsrat und VERDI-Funktionär.

Als Interessent am Dortmunder Klinikum hatte sich in den letzten Monaten immer wieder die Helios Kliniken GmbH ins Gespräch gebracht, unterstützt durch CDU und FDP im Dortmunder Stadtrat. Joachim Gabriel, ehemaliger CDU-Stadtrat in Rheine und Mitglied von DIE LINKE in Krefeld, erklärt dazu:“ Ich kann nur davor warnen, Helios mit ins Boot zu holen. In Krefeld wurde das kommunale Krankenhaus bereits an Helios verkauft und wir haben schlechte Erfahrungen damit gemacht. So wurde bereits die Mitgliedschaft im Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) durch die Helios Geschäftsführung gekündigt und so die Kampfposition der Gewerkschaften um Löhne und Arbeitsbedingungen massiv geschädigt. Auch wurde die Kommune bei der Kündigung einfach übergangen, so dass hier sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Stadt und Helios drohte.“

Utz Kowalewski, Kreissprecher und Spitzenkandidat auf der Ratsliste von DIE LINKE, möchte eine derartige Entwicklung verhindern: „Die bisherigen Personaleinsparungen und der Notlagentarifvertrag sind schon mehr als die MitarbeiterInnen ertragen können. Und was würde eine Privatisierung denn wirklich bedeuten ? Die Qualität der Krankenversorgung und die Stellung des Klinkums als Maximalversorger wären dahin - zum Nachteil der Dortmunder Patienten und Patientinnen.“