25. Februar 2009

Flughafen: Linke sehen Sierau in der SPD isoliert

Vor dem Hintergrund der Erklärung von Stadtdirektor Sierau zwar die Betriebszeiten verlängern zu wollen, aber dem Ausbau des Flughafens eine Absage zu erteilen, sieht die Partei DIE LINKE den SPD-Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt in der eigenen Partei isoliert. „Bereits Langemeyer hat sich dem Ausbau des Flughafens entgegen gestellt und ist in der eigenen Ratsfraktion und vom Unterbezirksvorstand dafür immer wieder abgewatscht worden. Vor dem Hintergrund derartiger Meinungsverschiedenheiten innerhalb der SPD wird das Hauen und Stechen dort wohl weitergehen,“ meint Utz Kowalewski, Kreissprecher von DIE LINKE in Dortmund.

Tatsächlich scheint die Position von Sierau auch inhaltlich dem Ritt auf der Rasierklinge zu gleichen. „Da geht es doch nur darum, nicht die Wähler zu verprellen. Die SPD will ausbauen, aber vor der Wahl deswegen keine Stimmen verlieren. Wenn man, wie Sierau sagt, einen Geschäftsflughafen haben will, aber einen defizitären Touristikflughafen hat, dann muss man nicht ausbauen und auch nicht die Betriebszeiten verlängern, sondern dann muss man den Flughafen zurückbauen. Ansonsten fällt einem der ganze Laden finanziell vor die Füße und geht den Gang in die Schuldenfalle“, meint auch Helmut Manz, der Oberbürgermeisterkandidat von DIE LINKE. Von einem Rückbau sei jedoch bei der SPD noch nie die Rede gewesen.