Die Partei DIE LINKE will eine öffentliche Debatte darüber, wer nach Helmut Engelhardt Dortmunds kommunalen Energie- und Wasserversorger führen soll und welche Ausrichtung die DEW in Zukunft haben soll. Während die FDP eine öffentliche Ausschreibung fordert legen die Linken Wert darauf, dass angesichts von Klimakatastrophe und Wasserskandalen (PFT, Toso, etc.) künftig ein ausgewiesener Umweltexperte an der Spitze der DEW steht. Bekanntermaßen wollen die Linken die DEW fit machen für die kommenden Jahrzehnte und den Anteil der Eigenstromerzeugung durch regenerative Energieträger massiv erhöhen und sich gleichzeitig vom Atomkonzern RWE abkoppeln.
„Die bisher im Raum stehenden Namen halten wir für denkbar ungeeignet“, so Utz Kowalewski, Spitzenkandidat von DIE LINKE für die Stadtratswahlen. „Da die CDU im Zusammenhang mit der Einführung des Ökostromtarifes Strom.grün bei der DEW einen seperaten Atomstromtarif gefordert haben, wäre eine Berufung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Hengstenberg ein Schritt zurück in das letzte Jahrhundert der Energiewirtschaft. Franz-Josef Drabig als SPD-Vorsitzender kennt zwar den Dortmunder Klüngel wie seine Westentasche, aber als langjähriger Mitarbeiter der RWE käme seine Berufung wohl eher einer feindlichen Übernahme gleich. Wirtschaftsförderer Udo Mager (SPD) wiederum hat uns auch auf seiner jetzigen Position schon nicht überzeugt. Ökologische Energiesozialtarife dürften mit ihm wohl kaum zu machen sein“.